Pflanzen preiswert pflegen – mit Kompost

Kaum ein Dünger ist so wirksam wie Kompost – und gewiss keiner so preisgünstig. Denn Zutaten wie Pflanzenschnitt und Küchenabfälle sind gratis. In wenigen Schritten wandeln Mikroorganismen sie in wertvollen Humus um, der dem Erdboden Nährstoffe und Spurenelemente zuführt. Düngen mit Kompost sorgt für prächtigen Wuchs, macht Gemüse knackig und Kräuter besonders aromatisch.

Aus grob mach fein

Die Umwandlung des Komposts erledigen Bodenorganismen, die die Pflanzenreste zersetzen. Da sie kleine Partikel weitaus schneller verarbeiten können als große, ist ein Häcksler beim Kompostieren ein nützlicher Helfer. Er zerkleinert grobes Schnittgut in feines, dessen wertvolle Inhaltsstoffe binnen kurzer Zeit aufgeschlossen werden. Wichtig ist, beim Kompostieren auf eine gute Mischung von weichen Pflanzenresten und hartem, holzigem Material zu achten. Der weiche Grünschnitt liefert die für die Zersetzung nötige Feuchtigkeit, der harte lockert die Kompoststruktur auf und fördert die Durchlüftung. Spezielle Kombi-Häcksler können beide Arten Schnittgut verarbeiten.

Auf ausgewogene Nährstoffe achten

Da Mikroorganismen sowohl Kohlenstoff als auch Stickstoff benötigen, sollte beides im Kompost vorhanden sein: Kohlenstoffhaltig sind eher trockene Reste wie zerkleinerter Strauchschnitt oder Laub, während Gemüse- und Obstreste aus dem Haushalt viel Stickstoff liefern. Auch Rasenschnitt lässt sich unter den Kompost mischen. Dank seinem hohen Wassergehalt regt er einen schnellen Zersetzungsprozess an. Gartenfreunde sollten ihn jedoch gut vermengen, damit er nicht verklebt und dadurch die Luftdurchlässigkeit beeinträchtigt und zu Fäulnis führt. Schon den etwa drei Monate alten Rohkompost kann man als Mulch auf Beeten ausstreuen. Der Kompost ist reif, wenn er von krümeliger Struktur ist, dann sind seine Nährstoffe aufgeschlossen. Je nach Jahreszeit und Temperatur dauert dieser Prozess sechs bis zwölf Monate. Mehr Tipps zum Häckseln und Kompostieren gibt es zum Beispiel auf www.viking-garten.de.

Richtiger Standort für gute Qualität

Damit sich der Kompost gut entwickelt, sollten Hobbygärtner ihn an einem halbschattigen Standort anlegen. Denn zu viel Sonnenlicht könnte ihn austrocknen lassen, während zu viel Kälte und Nässe Fäulnis begünstigen. Wichtig sind ein durchlässiger Untergrund und eine Abdeckung als Schutz vor Regen. Außerdem fördert Dunkelheit die Entwicklung von Bodenbakterien und Pilzen, die hilfreich bei der Zersetzung sind. Der reife Kompost enthält Nährstoffe in hoher Konzentration und wird deshalb zunächst mit Pflanzenerde durchmischt, bevor er auf die Beete kommt.

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