Business Basic, Business Casual oder Casual? Ein striktes “richtig” oder “falsch” gibt es nicht, wenn man nach dem passenden Outfit sucht. - Foto: pixabay.com/Free-Photos/CCO

Kleider machen Leute

Heute sind die allzu konservativen Kleidervorschriften out. Abhängig von den Gepflogenheiten in der Firma ist der modebewusste Mann mit einem lässigeren Dresscode konfrontiert, der ihm im Rahmen angemessener Kleidung und seines gepflegten Äußeren größeren Spielraum lässt. Hochwertige Basics sind dazu besonders wichtig.

Spiegelbild der Firmenphilosophie

Ausformulierte Kleiderordnungen gibt es in den meisten Berufen nicht. Wohlwissend, dass William Thourlby in seinem Standardwerk “You Are What You Wear” nachweist, dass allein durch das erste, kurzzeitige Erscheinungsbild auf soziale Stellung, Bildungsniveau, Integrität sowie moralische und charakterliche Werte des Gegenüber geschlossen wird, gibt es in den Firmen allerdings bestimmte Outfit-Regeln. Sie sollen Seriosität, Professionalität und Kompetenz des Trägers unterstreichen.

Kleider machen Leute – und Karrieren!

So ist ein kompetenter und vertrauenswürdiger Finanzberater ohne den klassischen Geschäftsanzug genauso undenkbar wie der Manager einer erfolgreichen Werbeagentur in traditionellem Trachtenlook oder der Kundenberater einer Dachdeckerfirma im schwarzem Anzug und mit Seidenkrawatte.

So entscheiden also die Werte und die Erwartungen einer Branche über den angesagten Kleidungsstil. Wer sich passend kleidet, wirkt vertrauenswürdiger, selbstsicherer und erfolgreicher innerhalb seines Umfelds. So stärkt der passend gekleidete Mann im Berufsleben sowohl das eigene als auch das Firmen-Image.

Business Basic, Business Casual oder Casual?

Ein striktes “richtig” oder “falsch” gibt es nicht, wenn man nach dem passenden Outfit sucht. Denn die Kleidung ist immer auch ganz individuell, sie verkörpert den Berufsstand und die Persönlichkeit. Sie kann die Vorteile seines Trägers wirkungsvoll unterstreichen – aber auch Nachteile massiv hervorheben.

Der Anlass bestimmt über die Kleidung. Zu einer Herausforderung wird er, wenn der Dresscode kleine und feine Abstufungen offeriert, deren Missachtung diverse Fettnäpfchen eröffnen kann. Wer nicht als Modemuffel gelten will, kennt die jeweiligen Unterschiede.

Die Dresscodes

Casual, Sporty Casual, Freizeitlook: Bezeichnet ein zwangloses und individuelles Outfit.

Business Casual, Casual Elegance, Smart Casual:  Förmlicher als Casual und doch freizeitlicher als ein Straßenanzug. Stoffhose, keine Krawatte.

Business Basic, Business Suit, Geschäfts- oder Strassenanzug: Dezentere Anzug in eher dunkler Farbe oder eine schlichte Kombination aus Sakko und Hose. Helles, dezent gemustertes Hemd, Krawatte zu geschäftlichen Meetings und Verhandlungen.

Dunkler Anzug: Schwarzer oder nachtblauer Anzug zu feierlichen Anlässen. Weißes Hemd, schwarze Schuhe mit Ledersohle, Seidenkrawatte, Einstecktuch, Manschettenknöpfe

Black Tie: Der Smoking am Abend mit einem Hemd mit Kläppchenkragen und Fliege. Dazu Kummerbund und Lackschuhe.

Dem allfälligen Modediktat muss der Mann sich bei der Auswahl seiner Kleidung allerdings nicht unterwerfen. Vielmehr sollte der Look dem Typ entsprechen und die Persönlichkeit unterstreichen – gleichzeitig soll sich der Träger mit seinem Outfit wohlfühlen. Den zahlreichen Männern mit schwach ausgeprägtem modischen Fingerspitzengefühl empfiehlt sich dabei der Verzicht auf experimentelle und ausgefallene Kombinationen. Damit geht man Peinlichkeiten aus dem Weg.

Basics im Schrank

Im Vergleich zur Businessfrau hat es der Mann hier leichter: Mit zwei oder drei Geschäftsanzügen ist er gut ausgestattet, wobei Umfragen einen Durchschnittsbestand von sechs Anzügen ausweisen.

Die Anzüge werden mit unterschiedlichen Hemden und verschiedenen Krawatten kombiniert und ergeben die traditionell formelle Kleidung, das Basic-Business-Outfit. Dabei besteht der Anzug aus Hose und Jackett in gleicher Farbe und aus gleichem Material. Dunkelblau, Schwarz und Anthrazit sind die passenden Farben. Beige oder auch ein helleres Grau sind durchaus geeignete Sommerfarben, wobei sie bei strikt formalen Anlässen im Vergleich zum klassischen dunklen Anzug doch zu freizeitmäßig wirken können.

Wer die Farben in diesem Rahmen geschickt passend zu seinem Hautton wählt, unterstreicht den persönlichen Typ. Die Anschaffung hochwertiger und gut verarbeiteter Anzüge ist eine Investition in die Zukunft. Dazu sollten eine genügend große Anzahl Langarmhemden in passenden Farbtönen und klassischem Weiß sowie uni oder dezent gemusterte Krawatten im Kleiderschrank sein.

Schuhe sind die Visitenkarte des Mannes

Ob von Heinrich Dinkelacker, Henderson, Santoni, Crockett & Jones, Gucci, Todds oder von anderen renommierten Marken – der individuelle Bestand an Businessschuhen aus Leder kann gar nicht hochwertig genug sein. Schließlich gelten die Schuhe als Visitenkarte des Mannes. Sie sollen farblich auf den jeweiligen Anzug abgestimmt sein – mit schwarzen Schuhen läuft der Mann stets auf der sicheren Seite. Sie signalisieren Standfestigkeit und Kompetenz.

Farbe und Material des Gürtels sind identisch. Die Socken harmonieren ebenfalls. Sie haben weder Muster noch Verzierungen und es gilt unumstößlich: Schwarze Socken trägt man zu schwarzen Schuhen. Gleichzeitig sind die Socken lang genug – nackte Stachelbeine beim Sitzen oder Übereinanderschlagen sind ein absolutes No-Go.

Maskuline Accessoires

Wer die Grundausstattung im Schrank hat, kann an aufwertende Accessoires denken: Petitessen wie Manschettenknöpfe, klassische und hochwertige Uhren und Einstecktücher zählen genauso dazu wie die gute Akten- oder Umhängetasche.

Was gar nicht geht? Unmöglich sind Halsketten und dicke Ringe, Protzuhren, Gürteltaschen, Flip-Flops und Sandalen. Weiße Socken erschrecken die Umwelt!

Die Quintessenz

Die Businesskleidung zeigt, wer man ist. Legen wir Wert auf hochwertige, passende Kleidung, signalisieren wir unserem Umfeld, dass wir auch in anderen Bereichen mit Kompetenz und Respekt agieren.  Sorgfältig ausgewählte Bekleidung steht für Zuversicht und Erfolg.