So beugt man durch richtiges Heizen Schimmel vor

Schimmelsporen gibt es beinahe überall. Über die Luft werden Sie zu uns in die Wohnung transportiert. Ist es hier zu feucht, können sie sich leicht ansiedeln und es entsteht Schimmel. Doch wo Menschen leben, gibt es Feuchtigkeit: ob beim Duschen, Baden oder Kochen. Schnell kann es zu hartnäckigem Schimmel an Wänden und Möbeln kommen. Die schwarzen Flecken an den Wänden sind nicht nur unschön, sondern können auch gesundheitsschädlich sein.

In Deutschland ist bereits jede sechste Wohnung von Schimmel befallen. Doch dieser Schimmel kann durch richtiges Heizen leicht vermieden werden. Wer im Winter regelmäßig heizt und lüftet, entzieht dem Raum Feuchtigkeit und beugt Schimmel vor. Mit einer Elektroheizung oder herkömmlichen Heizung kann somit effektiv Schimmel vermieden werden. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt.

Wie genau entsteht Schimmel?

Die Schimmelsporen in der Luft kommen von Schimmelpilzen unterschiedlicher Schimmelarten. Sie werden einer Wohnung nicht gefährlich, solange die Lebensbedingungen für die Sporen dort nicht attraktiv sind. Denn Schimmelpilze siedeln sich nur dort an, wo sie sich so richtig wohlfühlen. Und das ist bei Feuchtigkeit der Fall. Die Luftfeuchtigkeit kann leicht durch ein Hygrometer gemessen werden. Diese gibt es günstig im Baumarkt oder online zu kaufen. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent fühlen sich die unbeliebten Gäste richtig wohl.

Die Luftfeuchtigkeit sollte daher immer zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Doch sie kann schnell steigen: Gerade im Badezimmer wird es durch Baden und Duschen schnell feucht. Auch in der Küche erhöhen Kochen und Spülmaschine schnell die Feuchtigkeit. In den restlichen Räumen, vor allem im Schlafzimmer, steigt die Luftfeuchtigkeit durch das natürliche Schwitzen des Menschen an. Und auch Keller sind häufig sehr kalt und feucht. Hier zeigt sich Schimmel besonders gerne.

Unsere Tipps gegen Schimmel

  • Regelmäßiges Heizen
  • Raumtemperatur immer über 16 Grad Celsius
  • Regelmäßiges Stoßlüften
  • Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent
  • Türen schließen und jeden Raum individuell beheizen
  • Heizungen nicht durch Möbel oder Vorhänge verdecken
  • Möbel nicht direkt an die Wand stellen
  • Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überprüfen

Schimmel vermeiden durch richtiges Heizen und Lüften

Um zu vermeiden, dass sich die Feuchtigkeit an den Wänden festsetzt und dadurch Schimmel entsteht, muss der Raum ausreichend gelüftet und geheizt werden. Denn kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf und so setzt sich diese an den Wänden und Möbeln fest. Es ist daher wichtig, gerade in den kalten Monaten für ausreichend Wärme in der Wohnung zu sorgen. Nur wer kontinuierlich heizt und die Raumtemperatur immer mindestens über 16 Grad Celsius hält, kann Schimmel vermeiden. Zusätzlich müssen alle Räume regelmäßig gelüftet werden. Damit ein Austausch der feuchten Innenluft mit der weniger feuchten Außenluft erfolgen kann, sollten alle Fenster für ca. zehn Minuten ganz geöffnet werden. Nur mit Stoßlüften erreicht man eine tatsächliche Senkung der Luftfeuchtigkeit. Auch wenn es draußen regnet, ist die Luftfeuchtigkeit dort geringer, als in einem ungelüfteten Raum.

Am besten sollte man bereits vor den kalten Wintermonaten mit dem Heizen beginnen, damit die verschiedenen Räume auf keinen Fall zu kalt werden. In Wohnräumen sollte die Raumtemperatur ca. 20 Grad Celsius betragen, im Badezimmer sogar 23 Grad Celsius. Im Schlafzimmer darf es für einen guten Schlaf gerne etwas kühler sein, hier sollte dann aber auch häufiger gelüftet werden. Die Temperatur sollte allerdings keinesfalls unter 16 Grad Celsius fallen. Weniger genützte Räume sollten nicht über andere Räume mitgeheizt werden. Das führt dazu, dass die feuchte Luft in die kälteren Räume gezogen wird und sich die Schimmelsporen dann dort ideal ansiedeln können. Die Türen sollten beim Heizen geschlossen sein und jeder Raum individuell temperiert werden.