Für Haustiere die mit auf Reise gehen kann allerdings von Entspannung keine Rede sein - die Vierbeiner empfinden vor allem die Anreise als puren Stress. - Foto: pixabay.com/CatherineT/CCO

Reisen mit Haustieren: Wie gelingt der Urlaub mit Vierbeinern?

Sommerzeit ist Reisezeit: Im Urlaub können wir uns von den Strapazen des Alltags erholen und neue Energie tanken. Für Haustiere die mit auf Reise gehen kann allerdings von Entspannung keine Rede sein – die Vierbeiner empfinden vor allem die Anreise als puren Stress. Für weitere Unwägbarkeiten sorgt die Tatsache, dass Hunde und Katzen auch nicht in jedem Feriendomizil willkommen sind. Wie gelingt der Urlaub trotzdem?

Mitnahme von Haustieren sinnvoll?

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, ob die Mitnahme von Tieren sinnvoll oder die Betreuung in der Heimat die bessere Wahl ist. Experten können hier eine eindeutige Antwort geben: Katzen sollten besser zu Hause bleiben. Auch wenn der eine oder andere Tierliebhaber dies anders sehen mag, bauen Katzen keine enge Beziehung zum Menschen auf und betrachten ihn in erster Linie als Nahrungslieferant. Dafür sind sie eng mit dem Revier verknüpft, sodass der Urlaub in fremder Umgebung als Stress empfunden wird.

Hunde sollten mit auf die Reise kommen

Bei Hunden ist es genau anders herum. Eine starke Bindung an das Herrchen sorgt dafür, dass eher die Trennung als problematisch empfunden wird. Dem Hund tut man also einen großen Gefallen, wenn er mit auf Reise gehen darf. Dabei ist die Anreise allerdings eine Belastung, weil das Tier zumeist in einer Box mit eingeschränktem Bewegungsfreiraum transportiert wird.

Bei Flugreisen ist es im Allgemeinen üblich, dass Hunde bis zu einem Gewicht von 5 Kg in einer kleineren Transportbox (45-55 cm x 35-40 cm x 20-25 cm) als Handgepäck mit in die Kabine genommen werden. Die Modalitäten sind nicht bei jeder Airline gleich, weshalb eine Flugbuchung früh und unter ausdrücklicher Angabe des vierbeinigen Passagiers getätigt werden sollte. Der Grund: Einige Fluggesellschaften erlauben nicht gleichzeitig Hunde und Katzen an Bord.

Wer zuerst gebucht hat, ist dann im Vorteil. Darüber hinaus sollte das Transportbehältnis so beschaffen sein, dass das Haustier sich hinlegen und auch aufrecht hinstellen kann. Idealerweise wird die Box rechtzeitig gekauft, damit sich das Tier einige Tage daran gewöhnen kann – was bei einer stressigen Reise ein wenig Vertrautheit schafft. Langstreckenflüge sollte vermieden werden. Ist das nicht möglich, sollten gezielt Flüge gebucht werden, die Menschen ohne tierische Begleiter eigentlich meiden: Verbindungen mit einigen Zwischenlandungen.

Die Reise mit dem Auto ist dabei einfacher, weil nach eigenem Ermessen Pausen eingelegt werden können. Wer dem Hund etwas Gutes tun möchte, fährt alle zwei bis drei Stunden einen Rastplatz an und gewährt dem Tier Auslauf. Die meisten Verbeiner zeigen sich hier nicht ungeduldiger als Kinder.

Ferienhäuser günstiger als Hotels

Schwieriger kann die Suche nach der richtigen Unterkunft werden. Viele Hotels lehnen Tiere als Gäste ohnehin ab. Die Frage ist allerdings bei Städtereisen auch, ob die Unterbringung in einem Hotel überhaupt sinnvoll wäre – vor allem große Hunde lieben bekanntermaßen Ausflüge in die Natur. Als bessere Wahl erscheint die Buchung eines Ferienhauses.

Einige Anbieter wie Sydsol vermitteln Ferienhäuser in Dänemark gerne auch an Tierbesitzer. Die meisten Hunde werden die Natur und den vielen Platz lieben. Im Allgemeinen ist die Tiermitnahme in Ferienhäusern selten ein Problem – gegenüber dem engen Hotel ist das zumeist die bessere Wahl.

Reisen mit Hund

Fazit: Urlaub in der Natur tut Mensch und Tier gut

Der Urlaub mit dem Haustier ist generell kein Problem. Allerdings sollte die Bedürfnisse des Tieres berücksichtigt werden: Während Katzen besser in ihrer gewohnten Umgebung bleiben sind Hunde die idealen Reisebegleiter. Ein Flug mit dem Haustier ist prinzipiell möglich, die Autofahrt wegen flexiblen Pausen aber eine geringere Belastung. Ferienhäuser sind als Unterkünfte ideal, Hotels akzeptieren Haustiere hingegen meist nicht. Wer seinem Hund auch im Urlaub genügend Freiraum bietet findet so einen treuen Reisepartner.