Zu den beliebtesten Tuning-Optionen gehört die Montage von Leichtmetallfelgen. - Foto: pixabay.com/aitoff/CCO

Eigenen Wagen individuelle Note verleihen

Dem eigenen Wagen eine individuelle Note verleihen und technisch optimieren – immer mehr Autofahrer verbessern ihr eigenes Fahrzeug. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig; das Tuning hat allerdings auch oft seinen Preis: Wer einen besonderen Wagen möchte, muss häufig in Handarbeit investieren. In der Folge steigen die Kosten beim Tuner. Einige Maßnahmen lassen sich allerdings auch überraschend günstig durchführen.

Breitreifen können Fahreigenschaften verschlechtern

Zu den beliebtesten Tuning-Optionen gehört die Montage von Leichtmetallfelgen. Durch die sportlichen Räder gewinnt das Auto nicht nur optisch. Der zweite Rädersatz ist auch für Winterreifen sinnvoll und erspart die ansonsten anfallende Montage der Pneus.

Dabei können gleich breitere Reifen gewählt werden, wodurch der Wagen gleich noch einmal sportlicher daher kommt. Die Fahreigenschaften gewinnen nicht unbedingt: Deutlich breitere Reifen erhöhen den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Außerdem verschlechtert sich üblicherweise der Komfort und auch das Geräuschniveau steigt.

Einfache Leistungssteigerung mittels Chip-Tuning

Weiterhin ist noch die Möglichkeit der Folierung interessant: Als preiswerte Alternative zum Lackieren lassen sich auf diese Weise optische Akzente setzen. Selbst ausgefallene Muster wie beispielsweise eine Carbon-Optik sind hierbei möglich. Außerdem lässt sich die Folie auch problemlos wieder entfernen, ohne das später Rückstände zu sehen sind.

Selbst die Leistung lässt sich heute mit einfachen Mitteln steigen. Mittels Chip-Tuning kann die Motorsteuerung zugunsten eines höheren Drehmoments oder einer üppigeren Maximalleistung verändert werden. Dabei fällt der Mehrverbrauch in der Regel sehr moderat aus.

Beachtet werden sollte dabei allerdings, dass eine eventuell noch vorhandene Herstellergarantie erlischt. Außerdem verringert sich die Lebensdauer des Aggregats, was allerdings heute weniger gravierend sein dürfte – die meisten Fahrzeuge werden ohnehin nicht bis zum Motortod bewegt.

Speziell bei Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfilter sollte man vorsichtig sein bei übermäßigen Tuning. Von zu kräftigen Leistungssteigerungen kann generell nur abgeraten werden, weil die Leistungsentfaltung dann meist auch weniger harmonisch ausfällt.

Kraftstoffzusätze wenig nützlich

Weniger effektiv ist allerdings die Leistungssteigerung mittels Treibstoff-Zusatzstoffen. Der Kraftstoff ist schon für maximale Effizienz optimiert, die zusätzliche Chemie nützt vor allem dem Hersteller. Einzig zu Reinigungszwecken können die Zusätze nützlich sein, hohe Leistungssteigerungen sind dabei trotzdem nicht zu erwarten.

Ebenso sind Veränderungen an der Ansauganlage, wie beispielsweise das Entfernen des Luftfilters nicht sinnvoll: Vor einigen Jahren mag der Motor auf diese Weise mehr Sauerstoff erhalten haben, heute wird die Zufuhr durch einen Luftmengenmesser geregelt. Veränderungen an der Abstimmung sind zudem aufwendig, wenn diese nicht gerade mittels des erwähnten Chip-Tunings geschehen.

Spoiler erhöhen Anpressdruck

Auch die Aerodynamik lässt sich verbessern: Spoiler verbessern nicht nur das Design, auch der Anpressdruck erhöht sich. Dabei sollten Hobby-Tuner aber auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) achten. Fehlt das Dokument, muss eine Einzelabnahme bei einer TÜV- oder Dekra-Station erfolgen.

Dasselbe gilt übrigens für alle individuellen Änderungen an der Karosserie: Sollten Sie sich ein Schweißgerät zulegen und selbst Hand anlagen, muss später ein Sachverständiger einen Blick auf die Arbeit werfen. Eine ausreichende Bodenfreiheit muss gewährleistet sein, scharfe Kannten sind tabu. Der Lohn der Arbeit: Mit geringen Kosten erschaffen Sie sich ein ganz individuelles Fahrzeug.