Motorradsicherheit – Die häufigsten Fehler, die wichtigsten Tipps

Motorrad zu fahren ist sinnlicher und leidenschaftlicher als mit dem Auto unterwegs zu sein. Aber auch gefährlicher. Die viel kleineren Abmessungen werden von unachtsamen Autofahrern oft übersehen. Die Verlockung des Gasgebens oder mangelnde Konzentration auf dem Zweirad führen ebenfalls zu gefährlichen Situationen. Hier die wichtigsten Biker-Tipps, um so sicher wie möglich von A nach B zu kommen.

Der Wind streicht über den Körper. Die Vibration des Motors ist deutlich spürbar. Scheint die Sonne, wärmt sie den Körper, auch bei hoher Fahrt … Wer Motorrad fährt, ist in sinnlichem Kontakt mit seiner Umgebung. Dies ist einer der verlockenden Reize der zweirädrigen Fortbewegungsart – und gleichzeitig die größte Gefahr. Ohne blecherne Schutzhülle ist der Fahrer jedem Aufprall viel intensiver ausgesetzt. Ein paar der klassischen Momente, die zu Unfällen mit Motorrädern führen, lassen sich jedoch mit etwas Übung vermeiden.

Das Wichtigste dabei ist, das eigene Können gut einzuschätzen. Bei den meisten Bikern steht das geliebte Zweirad in den Wintermonaten in der Garage. Vor allem im Frühjahr gilt es daher: Langsam loslegen, nicht übertreiben. Eine ebenso klassische Gefahrensituation ist, zu dicht aufzufahren. Fakt ist, dass Motorräder einen 15 Prozent längeren Bremsweg haben als ihre vierrädrigen Kollegen. Das sollte man auch bei Idealbedingungen niemals vergessen. Und entsprechend vorsichtig mit dem Gashebel umgehen. Wer zum Beispiel schneller als erlaubt innerstädtisch unterwegs ist, kann beinahe sicher sein, dass er in einer überraschenden Situation vor keinem Hindernis mehr stoppen kann.

Ebenfalls einer der Hauptgründe für die meisten Motorradunfälle: Sie werden schlicht und einfach von den Autofahrern übersehen. Auch dieser Tatsache sollte man sich in jeder Situation bewusst sein und dementsprechend permanent bremsbereit unterwegs sein – selbst wenn das Recht auf Vorfahrt auf der eigenen Seite ist. Oder aber beim Überholen. Nicht jeder Autofahrer hat den Rückspiegel immer so im Blick, dass er mitkriegt, was hinter ihm oder neben ihm geschieht. Ein spontanes Ausscheren führt innerhalb von Bruchteilen von Sekunden zu einer hochgefährlichen Situation.