Ratten im Haus richtig vertreiben

Ratten im Haus können viel schaden anrichten

Ratten sind auch immer auf der Suche nach genügend Futter und machen sich zu Hause dann auch über alle Lebensmittel her. - Foto: pixabay.com/sipa/CCO
Ratten sind auch immer auf der Suche nach genügend Futter und machen sich zu Hause dann auch über alle Lebensmittel her. - Foto: pixabay.com/sipa/CCO

Es gibt einige Tiere, welche wirklich nicht gerade beliebt sind und auch viele Menschen einfach Ekel davor haben. Eine solche Tierart ist definitiv die Ratte. Diese Tiere möchte wohl niemand unfreiwillig in den eigenen vier Wänden haben. So wirklich grundlos ist dieser Ekel gegen Ratten nun auch nicht. Wilde Ratten können verschiedene Krankheiten übertragen und auch andere kleine Tierchen können durch Ratten eingeschleppt werden. Dazu kommt es auch noch, dass irgendwelche Leitungen und auch Möbel gerne angeknappert werden. Auch der Rattenkot ist dann ein großes Problem im Haus. Doch wie werden Ratten eigentlich richtig vertrieben?

Ratten sind intelligente Tiere

Wenn man sich einmal genauer über Ratten informiert, wird man schnell feststellen, dass diese Tiere wirklich sehr intelligent sind. Ratten haben auch den Vorteil, dass sie eigentlich alles Fressen können und daher Überlebenskünstler sind. Leider vermehren sich Ratten zudem auch noch sehr schnell und so einfach lassen sich Ratten dann auch nicht mehr vertreiben.

Schäden im Haus durch Ratten

Ratten gibt es schon viele Jahrzehnte lang und beliebt waren diese Tiere noch nicht wirklich viel. Vor allem haben wir Angst davor, weil Ratten doch viele Krankheiten einschleppen und Übertragen können. Dabei liegt dies eigentlich gar nicht an den Ratten, sondern an dem Rattenfloh, welcher sich im Fell der Ratte einnistet. Bekannt ist hierbei das Mittelaltere, wo die Pest durch die Ausbreitung von Ratten sehr weit verbreitet wurde und viele Menschen daran gestorben sind. In der heutigen Zeit werden eher Krankheiten wie Tollwut oder Tuberkulose durch Ratten übertragen.

Ratten sind auch immer auf der Suche nach genügend Futter und machen sich zu Hause dann auch über alle Lebensmittel her. In den Lebensmitteln wird dann auch oft Rattenkot hinterlassen und somit sind diese Lebensmittel für uns nicht mehr genießbar. Auch Stromleitungen sind bei Ratten sehr beliebt und diese werden oft und gerne angeknappert. Dies kann sogar für uns gefährlich werden, da es in den Stromleitungen zu Kurzschlüssen kommen kann und daraus können sogar schnell Brände entstehen. Natürlich bleibt die Einrichtung zu Hause davon auch nicht unberührt.

Rattenbefall Anzeichen

Nur weil man Ratten nicht immer gleich sehen kann, können sie doch schon im eigenen Haus sein. Wie schon beschrieben, können sich Ratten sehr schnell vermehren. Dabei kann ein Weibchen bis zu zwölf mal im Jahr entsprechend Junge werfen und pro Wurf sind es dann mal bis zu zwanzig kleine Ratten. Es kann hier also schon in nur einem Jahr einiges zusammen kommen. Genau aus diesem Grund sollte ein Rattenbefall frühzeitig erkannt werden. Dabei ist es leider nicht gerade hilfreich, dass Ratten sehr scheu sind und daher oft kaum bemerkt werden. Wenn man tagsüber Ratten sehen sollte im Haus, suchen die Tiere meist neue Nahrung oder ihr eigentlicher Nistplatz wird irgendwie gestört. Lebende Ratten tagsüber können aber auch ein Zeichen sein, dass der Rattenbefall im eigenen Haus doch schon sehr weit fortgeschritten ist.

Auch wenn man noch keine Ratten sehen kann, hier doch einfach auf den Rattenkot achten. Wenn der Kot noch frisch sein sollte, hat man meist ein Rattenproblem. Wenn man eine tote Ratte bei sich finden sollte, kann man auch mit einem aktiven Rattenbefall rechnen. Auch ein andauernder Ammoniak-Geruch kann ein Anzeichen für Rattenbefall sein. Ratten nehmen gerne immer den gleichen Laufweg und auch dies kann man dann schnell als Anzeichen erkennen. Hier sind dann meist rot-bräunliche oder schwarze Spuren zu erkennen und diese können oft bis zum Nest der Ratten nachverfolgt werden.

So kommen Ratten ins Haus

In Deutschland sind dabei zwei Rattenarten am häufigsten anzutreffen: Wanderratte (Rattus norvegicus) und Hausratte (Rattus rattus). Beide Arten können sehr gut klettern und dazu kann die Wanderratte auch noch schwimmen. Daher kommen Ratten oft über die Kanalisation ins eigene Haus gekrappelt. Auch kleine Löcher in der Außenwand sind für Ratten als Zugang zum Haus kein Problem. Wenn es dann noch dunkle Ecken gibt wie im Keller oder Dachboden, fühlen sich die Ratten wohl. Daher keine Essensreste in Toilette oder Abfluss entsorgen, da dies die Ratten anziehen kann.

Rattenbefall vorbeugen

Einen Rattenbefall kann man baulich entsprechend vorsorgen. Löcher und Spalten sollten daher geschlossen werden. Auch Lüftungsschächte sollten nicht vergessen werden. Hier kann ein engmaschiges Gitter leicht Abhilfe schaffen. Auch Durchbrüche in der Wand für Strom- und Rohrleitungen sollten immer entsprechend richtig abgedichtet sein. Im Keller können im Bodenabfluss auch Rückstauklappen sehr gut helfen, damit hier keine Ratten eindringen können.

Rattenbefall selber begünstigen

In vielen Fällen wird der Rattenbefall durch die Bewohner selber begünstigt. Gerade bei der Lagerung von Lebensmitteln und deren Entsorgung werden oft Fehler gemacht. Wie schon weiter oben beschrieben sind Ratten Allesfresser und sind daher für alle Lebensmittel offen. Aus diesem Grund sollten Essensreste nicht in Toilette oder Waschbecken entsorgt werden. Lebensmittel und auch Tierfutter sollten immer gut verschlossen gelagert werden, damit Ratten nicht einfach so dran kommen können.

Essensreste im Hausmittel sind natürlich hier auch ein Problem. Somit ist es enorm wichtig, dass die Mülltonnen immer geschlossen sind. Wenn es nicht anders gehen sollte, den Müll erst am Tag der Abholung raus stellen. Weiterhin kann ein Kompost mit vielen Lebensmittel Ratten anziehen. Daher muss der Kompost öfters mal durchgemischt werden. Bei einem richtig angelegten Kompost kommen keine Ratten.

Ratten bekämpfen

Wenn der Rattenbefall noch nicht wirklich groß ist, können sogenannte Schlag- und Lebendfallen gut helfen. Solche Fallen gibt es heute in jedem Bau- oder Zoomarkt. Diese Fallen am besten direkt im Laufweg der Ratte aufstellen, da dies den größten Erfolg verspricht. Leider funktioniert dies nicht mehr, wenn der Rattenbefall schon zu groß sein sollte, da die Tiere nicht wirklich dumm sind. Daher öfters mal den Köder und auch den Standort der Falle ändern. Wenn dies nicht helfen sollte, muss man doch zu einem Fachmann gehen und sich professionelle Hilfe holen.

Rattengift ist nichts für Laien

Natürlich lassen sich Ratten auch mit speziellen Rattengift bekämpfen. Allerdings ist der Umgang mit Rattengift gerade für Laien sehr gefährlich. Bei Rattengift ist es vor allem wichtig, dass dieses Gift nicht direkt seine Wirkung zeigt, sondern dies sollte erst zeitversetzt funktionieren. Meist wirkt das Rattengift erst nach mehreren Tagen, da die hochintelligenten Tiere sonst tatsächlich einen Zusammenhang herstellen können zur Giftaufnahme.

Viele solcher Giftstoffe sind aufgrund ihrer Wirkung daher für Privatpersonen gar nicht zugelassen bzw. erlaubt. Solche Wirkstoffe sind zum Beispiel , Brodifacoum, Difethialon, Flocoumafen und Difenacoum. Leider gibt es hier doch ein Loch in der Gesetzeslage. Wenn der Hersteller auf der Verpackung angibt, dass dieses Rattengift nur mit Sachkundenachweis angewendet werden darf. Daher kann es jeder einfach kaufen und darf es dann eigentlich gar nicht anwenden. Für private Käufer sind diese Wirkstoffe zugelassen und dürfen dann auch ohne Sachkundenachweis angewendet werden: Chlorophacinon, Coumatetralyl und Warfarin und Natrium-Warfarin.

Wer auf Nummer sicher gehen will, was auch wir empfehlen, sollte sich von einem Fachmann ausführlich beraten lassen. Denn eine versehentliche Einnahme von Rattengift ist für Mensch und Haustier nicht wirklich gut.

Ratten bekämpfen durch Schädlingsbekämpfer

Ein professioneller Schädlingsbekämpfer sollte die beste Wahl sein, um die Ratten zu bekämpfen bzw. zu verbreiten. Auch beim Fachmann sollte darauf geachtet werden, dass entsprechend unbedenkliche Mittel zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt werden. Es sollte auch nachgefragt werden, auf was man nach Auslegen der Köder zu Hause alles beachten sollte. Vor allem wenn man kleine Kinder und/oder Haustiere zu Hause hat, ist dies sehr wichtig.

Hausmittel gegen Ratten

Das Internet ist voll mit Hausmitteln zur Bekämpfung von Ratten zu Hause. Wirklich helfen können hier am Anfang Katzen. Einen großen Rattenbefall können aber auch Katzen nicht wirklich bekämpfen. Einzig die Population wird etwas in Grenzen gehalten. Oft werden hier Hausmittel wie Terpentin, Gewürznelken, Minze oder auch ätherische Öle als Hausmittel empfohlen. Dies soll die Ratten davon abhalten bestimmte Laufwege zu nehmen. Einen wirklichen Bewies dafür gibt es aber nicht und so kann meist wirklich nur ein Fachmann Abhilfe schaffen.

Die Intelligenz der Ratten