Reicht die Überwachung des Trinkwassers tatsächlich bis zu unserem Wasserhahn? - Foto: pixabay.com/moritz320/CCO

Der Wassertest – schnell und einfach zu mehr Sicherheit

Kein anderes Lebensmittel wird so streng kontrolliert, wie unser Trinkwasser. Sowohl die Notwendigkeit von Wasser für unser Leben, als auch die vielfachen potentiellen Verunreinigungsmöglichkeiten führen dazu, dass das Leistungswasser von der Quelle bis zu unserem Wasserhahn vielfach geprüft und kontrolliert wird.

Das Ende der öffentlichen Verantwortung

Doch halt! Reicht die Überwachung des Trinkwassers tatsächlich bis zu unserem Wasserhahn? Mitnichten… Tatsächlich ist der Wasserversorger lediglich bis zur Grenze des öffentlichen Raumes für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich. Zwar regelt der Gesetzgeber an Hand verschiedenster Vorschriften den Umgang mit dem Wasser auch in privaten Haushalten, doch liegt die finale Verantwortung ab der Grundstücksgrenze beim jeweiligen Eigentümer.

Gefahrenpotentiale im privaten Haushalt

Zwar erscheinen die eigenen vier Wände deutlich übersichtlicher, als der Weg des Wassers von der Quelle bis zur Grundstücksgrenze, doch lauern auch danach einige erhebliche Gefahrenpotentiale. Neben Möglichkeiten zur Verunreinigungen, wie Leckagen im Leitungsnetz oder belastete alte Baustoffe, wie z.B. Blei, liegt die größte Gefahr sicherlich bei Legionellen. Diese entstehen vor allem in stehendem Wasser selten genutzter Leitungen und werden bei Zerstäubung, etwa im Waschbecken, auf den Menschen übertragen.

Schnell und einfach zu mehr Sicherheit

Wichtigste Voraussetzung für das Reagieren auf Verunreinigungen im Wasser ist selbstverständlich zunächst die Feststellung der selbigen. Da die meisten gefährlichen Verunreinigungen in unserem Trinkwasser nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind, ist fachliche Unterstützung unabdingbar. Ein einfacher und schneller Weg, das Trinkwasser auf gängige Verunreinigungen testen zu lassen, besteht in einer simplen Laborkontrolle. Verschiedene Anbieter, wie zum Beispiel Wassertest, ermöglichen die Probenentnahme durch den Eigentümer und stellen die hierfür erforderlichen Hilfsmittel und Anleitungen zur Verfügung. In Kooperation mit zugelassenen Laboren wird dann Die Belastung des Wassers geprüft.

Die hieraus hervorgehenden Ergebnisse ersetzen zwar keine Entnahme unter Laborbedingungen mit exakten Messergebnissen. Sie bieten aber einen recht zuverlässigen Anhaltspunkt, ob überhaupt Belastungen vorliegen und ob möglicherweise eine genauere und kostenintensivere Analyse ratsam wäre. Im Gegenzug eignet sich ein solcher Test ideal, um Belastungen bei negativem Ergebnis auszuschließen. Auch wenn er keine exakten Ergebnisse liefert, kann ein Test des Trinkwassers doch für ein ruhiges Bauchgefühl sorgen.

Fazit

In allen öffentlichen Leitungen wird Trinkwasser überwacht. Damit die nachgewiesene Qualität auch tatsächlich am Wasserhahn der Endverbraucher ankommt, lohnt die regelmäßige Prüfung des Wassers, um Schwachstellen im Leitungsnetz, sowie sonstige Kontaminationen, frühzeitig zu erkennen. Denn nur so kann vor Eintreten echter Beeinträchtigungen und ohne Gefahr für Leib und Leben schnell reagiert werden.