Expertentelefon „Schwindel“ am 13.11.2014

Menschen jenseits der 65 stehen heute fester und aktiver im Leben als je zuvor. Rüstig, lebensbejahend und medizinisch gut versorgt, genießen sie die Freiheit nach dem Arbeitsleben und starten oft mit Reisen oder neuen Hobbys noch einmal richtig durch. Trotzdem bleiben auch moderne Senioren von typischen Altersbeschwerden nicht verschont. Eines der häufigsten Probleme ist Schwindel: Etwa jeder Dritte über 60 und jeder Zweite über 85 leidet darunter. Plötzlich dreht sich alles, oder der Boden scheint unter den Füßen zu schwanken. Oft kommen auch Übelkeit und Erbrechen dazu, den Betroffenen wird schwarz vor den Augen, das Herz rast, oder es kommt zu Schweißausbrüchen. Eine Schwindelattacke kann nach Sekunden vorbei sein, sich aber auch über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Wie Schwindelstörungen entstehen und was dagegen hilft

  • Experten-Telefonaktion am Donnerstag, 13. November 2014 von 11 bis 16 Uhr
  • kostenfreie Rufnummer 0800 000 55 32

Lebensqualität erhalten

Schwindelstörungen können die Lebensqualität erheblich schmälern, denn neben den unangenehmen Symptomen steigt auch die Gefahr von Stürzen und Verletzungen. Und wer sich auf den eigenen Beinen nicht sicher fühlt, bekommt Angst und verliert das Selbstvertrauen. Viele Betroffene schränken deshalb ihre Aktivitäten ein und bleiben lieber zu Hause. Ein Teufelskreis, denn mangelnde Bewegung kann wiederum die Schwindelepisoden noch verstärken. Aber was kann man tun, um das Leben wieder mutig und aktiv anzugehen?

Ursachen klären lassen

Zunächst einmal ist es wichtig, ernsthafte Erkrankungen wie neurologische Störungen oder Herz-Kreislauf-Leiden auszuschließen. Als weitere Ursachen für Schwindelanfälle kommen altersbedingte Funktionseinschränkungen von Nerven, Gleichgewichtsorgan und Augen, Durchblutungsstörungen, Blutdruckschwankungen, bestimmte Medikamente und psychische Probleme infrage. Auch die Ausprägung des Schwindels kann verschieden sein, wie etwa Dreh-, Lagerungs- oder Schwankschwindel. Deshalb müssen oft zusätzlich zum Hausarzt Spezialisten wie HNO-Ärzte, Neurologen oder Internisten zu Rate gezogen werden.

Aktiv gegen Schwindel

Aus medizinischer Sicht liegt nicht immer eine Erkrankung als Ursache für die Schwindelanfälle vor. Das bedeutet aber nicht, dass man nichts dagegen tun kann! Wichtig ist es vor allem, aktiv zu bleiben. Spezielle Schwindelübungen können den Gleichgewichtssinn schulen und helfen, den Umgang mit unsicheren Situationen besser zu meistern. Auch regelmäßiger Sport verbessert die Gangsicherheit und senkt die Sturzgefahr. Zusätzlich ist eine begleitende Behandlung mit natürlichen Arzneimitteln wie Vertigoheel möglich, die die Mikrodurchblutung sanft unterstützen und keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen. Jede Therapie muss individuell abgestimmt sein. Zudem sind viele Fragen zu beantworten: Wo kann man geeignete Übungen erlernen, wie können Angehörige helfen, welche Nebenwirkungen können Medikamente haben und wie wirken Naturarzneien gegen Schwindel?

Gefahren im Alltag vermeiden

Wichtig ist es auch, die durch den Schwindel verursachte Sturzgefahr zu verringern: Im eigenen Haushalt kann man hier selbst viel tun, etwa Haltegriffe anbringen, rutschfeste Böden verlegen, oder lose Kabel und Teppichkanten beseitigen. Mit welchen Maßnahmen man wieder mehr Sicherheit gewinnen kann, wie man im Notfall am besten Hilfe bekommt und was man im Fall eines akuten Schwindelanfalls tun sollte, erklären unsere Experten individuell am Telefon.

Sie sprechen mit:

Prof. Dr. Karl-Friedrich Hamann: Ehemaliger Extraordinarius an der HNO-Klinik der TU München und leitender Arzt der Abteilung für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen im MVZ Bogenhausen. Forschungsschwerpunkt: Verlauf, Diagnose und Therapie von Schwindelerkrankungen.

Dr. med. Thomas Zickler: Niedergelassener HNO-Arzt in Pfungstadt. Praxisschwerpunkte: Hörstörungen, Schwindelerkrankungen, Allergologie, Schlafstörungen. Dazu Lehrtätigkeiten für den Deutschen Berufsverband der HNO-Ärzte.

Dr. med. Jörg Sebastian: Niedergelassener HNO-Arzt in Nürnberg. Schwerpunkte: konservative HNO-Heilkunde, Schwindeldiagnostik, Stimm- und Sprachstörungen, weiterhin Komplexhomöopathie und Akupunktur.

Dr. med. Jochen Reichel: Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in München-Bogenhausen. Schwerpunkte: plastische Operationen, Allergologie, Schwindel- und Tinnitus-Behandlung. Herausgeber des hnoinfo-Newsletter.

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