Bauliche Vorteile durch grüne Dächer

Starke Regenfälle und in der Folge Überschwemmungen sind in vielen Städten Deutschlands keine Seltenheit mehr. Die Folgen des letzten großen Hochwassers an Elbe und Donau im Frühsommer 2013 spüren die Menschen teilweise heute noch. Eine Möglichkeit, diesen Naturereignissen entgegenzutreten und damit auch das Leben an Flüssen wieder sicherer zu machen, ist eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung. Eine solche setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Eine zentrale Rolle sollten dabei Dachbegrünungen spielen. Denn sie können abfließendes Regenwasser zurückhalten, welches die vorhandene Kanalisation andernfalls überlaufen lassen würde.

Zusätzlicher Lebensraum

Es gibt zwei Arten der Dachbegrünung: die extensive und die intensive. Profis sprechen von Extensivbegrünung, wenn die bepflanzten Dächer vom Bewohner nicht als Garten oder Terrasse genutzt werden. Carports oder Garagendächer sind dafür Beispiele. Die Gewächse, zum Beispiel Steingartenpflanzen oder Kräuter, sind meist klein. Sie kommen mit wenig Wasser aus und vertragen auch den Frost im Winter. Die intensiven Dachbegrünungen dagegen sind begehbare Dachgärten und Dachterrassen. Sie werden als erweiterter Lebens- und Erholungsraum genutzt und bestehen daher zum großen Teil aus Pflanzen, die auch im normalen Garten vorkommen, unter anderem Stauden, Rasen, Sträucher und Kleinbäume. Beide Begrünungsvarianten haben sowohl bauliche und wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile. Genaueres können Interessierte unter www.optigruen.de nachlesen.

Bauliche Vorteile

Ein Grünaufbau schützt die Dachabdichtung vor Wind, Hagel und Extremtemperaturen. Die Lebensdauer der Abdichtung kann so verdoppelt werden, Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten fallen dadurch für den Bauherren erst viele Jahre später an als bei unbepflanzten Dächern. Zudem dämmt die Dachbegrünung im Winter das Dach. Im Sommer dient sie als Hitzeschutz. So hilft ein Grünaufbau wie der von Optigrün als natürliche Klimaanlage beim Energiesparen.

Ökologische Vorteile

Das Kleinklima eines Gebäudes wird verbessert, denn durch die Pflanzen auf dem Dach kommt es zu einer guten Kühlung und Luftbefeuchtung. Zudem bindet das Grün umweltschädliches CO2 und fungiert als natürlicher Feinstaubfilter. Weiterhin dienen begrünte Dächer als Lebensraum für viele Kleintiere und Insekten. Das ist gerade in eng bebauten Städten wichtig, damit auch diese Lebewesen ein Rückzugsgebiet finden.

Wirtschaftliche Vorteile

In vielen Gemeinden Deutschlands gibt es bereits die gesplittete Abwassergebühr. Dabei werden Schmutzwasser, also solches aus Toilette und Dusche, und Niederschlagswasser, also der ablaufende Regen vom Dach, getrennt veranlagt. Die Höhe der Schmutzwassergebühr richtet sich nach dem Trinkwasserverbrauch. Wie viele Abgaben man für das Niederschlagswasser leisten muss, richtet sich nach der Größe der versiegelten Flächen auf dem Grundstück. Hier kommt die Dachbegrünung ins Spiel, denn bepflanzte Dächer oder Carports werden im Gegensatz zu unbepflanzten Bauten nicht als versiegelte Fläche berechnet und erhöhen somit die Abgaben nicht. Sie wirken vielmehr als Wasserspeicher und Abflussminderer, denn das Regenwasser wird vom Gründachaufbau aufgenommen und nur die Überschussmengen verzögert in die Regenrinne abgegeben. Dadurch wird das Kanalisationssystem merklich entlastet. Das ist vorsorglicher Hochwasserschutz.

Dachbegrünungen sollten aus diesen Gründen heute bei der Planung eines neuen Wohnhauses oder -gebiets dazugehören. Das ist nicht allein die Aufgabe großer Baufirmen. Auch Selberbauer können ihren Teil beitragen und ihr eigenes Garagendach bepflanzen. Unter www.dachbegruenung24.de gibt es viele Informationen und die notwendigen Komplettsets. Grundsätzlich können sowohl Flach- als auch Schrägdächer begrünt werden.