Wespennest richtig entfernen

Ein Wespennest im eigenen Haus oder Garten ist nicht wirklich toll und man möchte dies einfach nur entfernen oder auch zerstören. Doch ist dies einfach so erlaubt? - Foto: pixabay.com/jcbeni/CCO
Ein Wespennest im eigenen Haus oder Garten ist nicht wirklich toll und man möchte dies einfach nur entfernen oder auch zerstören. Doch ist dies einfach so erlaubt? - Foto: pixabay.com/jcbeni/CCO

Jedes Jahr immer wieder gibt es eine Zeit, an denen die Wespen doch extrem durch die Luft fliegen. Vor allem wenn man im Kaffee sitzt und etwas süßes zu sich nehmen möchte. Auch auf dem Balkon ist an einen ruhigen Lunch manchmal nicht zu denken. Viele Menschen haben einfach Angst vor Wespen und schlagen dann mitunter auch wild um sich. Es kann sogar vorkommen, dass in der Nähe sogar ein Wespennest ist und dann kann es für uns Menschen doch gefährlich werden. Doch wie sollte man sich verhalten bei einem Wespennest?

Entstehung eines Wespennestes

Oft hört man hier, dass in den kalten Monaten die Wespen absterben. Dies ist im Prinzip auch richtig. Damit die Population aber erhalten bleibt, überlebt die Wespenkönigin in einer Art Starre in einem gut geschützten Unterschlupf. Dies betrifft aber meist nur die Jungkönigin. Auch die alte Königin stirbt meist in den kalten Wintermonaten.

Wespennest und die Population

Um im Frühjahr die Population an Wespen wieder erhöhen zu können, braucht die Königin ein entsprechendes Wespennest. So ein Wespennest braucht dann viel Zeit und ist für die Wespen auch mit viel Arbeit verbunden. Wer schon mal ein Wespennest gesehen hat, weiß wie viel Arbeit dies macht. Vor allem sieht es so aus, als ob das Wespennest aus Pappe o.ä. gebaut wurde. Dafür muss die Königin viele Holzfasern sammeln und mischt dies dann mit ihrem Speichel.

Aus diesem Material werden dann die typischen Waben geformt. Am Anfang sind es aber noch sehr wenige Waben, welche durch die Königin selber gebaut werden. Diese Waben sind für die ersten Wespen, welche die Königin auch nach dem Schlüpfen dann tatkräftig unterstützen beim weiteren Ausbau des Wespennestes. Durch diese Arbeitsentlastung kann sie die Wespenkönigin dann ganz auf das Eierlegen konzentrieren.

Orte für ein Wespennest

Ein Wespennest findet sich immer an trockenen und oft auch dunklen Stellen. In der Natur sind Wespennester daher oft an Bäumen zu finden. Doch immer wieder findet man auch zu hause ein Wespennest, z.B. im Dachstuhl oder in der Gartenlaube. Wer einen Rollladen zu Hause hat, wird auch hier manchmal überrascht. Denn im Rollladenkasten kann sich ein Wespennest befinden. Die Wespenkönigin legt dabei immer mehr Eier und je mehr Eier es gibt, umso größer muss natürlich auch das Wespennest werden. Gerade wenn so ein Wespennest in der Nähe von Menschen errichtet wurde, kann es doch schon zu gefährlichen Situationen kommen.

Wespennest richtig entfernen

Ein Wespennest im eigenen Haus oder Garten ist nicht wirklich toll und man möchte dies einfach nur entfernen oder auch zerstören. Hier muss man aber bedenken, dass Wespen unter Naturschutz stehen und das Entfernen eines Wespennestes nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist (§ 20d BNatSchG). Die Zerstörung eines Wespennestes ist somit nicht erlaubt. Hier ist es am Besten, wenn man sich einen Fachmann bestellt, welcher das Wespennest umziehen kann. Zwischen neuen und alten Standort sollten aber mehr als zwei Kilometer liegen, da sonst viele Wespen wieder zum ursprünglichen Standort fliegen werden.

Wespennest umziehen

Zum Umziehen des Wespennestes sollten so ziemlich alle Wespen sich im Wespennest befinden. Hierfür eignet sich besonders gut der frühe Morgen oder Abends nach Einbruch der Dunkelheit. Der Fachmann wird hier vorab etwas Wasser in das Wespennest sprühen, damit die Wespen für kurze Zeit flugunfähig sind. Danach kommt meist ein Netzt darüber, damit beim Transport keine Wespe entkommen kann. Dies alles passiert natürlich sehr vorsichtig, damit keine Waben im Wespennest beschädigt werden. Danach wird das Wespennest dann zur neuen Stelle verbracht und dies hoffentlich ohne Beschädigungen.