Die besten Urlaubsschnappschüsse

Wenn man viel auf Reisen ist und die Erinnerungen der schönsten Urlaube gerne teilen möchte, dann gibt es einige Tipps, mit denen aus den Schnappschüssen bleibende Kunstwerke werden. So bleibt der Urlaub wirklich unvergesslich.

Ein Bild ist Licht und Komposition

Fotografie ist rein wörtlich das Zeichnen in Licht. Ob Film oder digitaler Bildsensor, aufgezeichnet wird tatsächlich nur Licht. Dass Tageslicht dabei stimmungsvoller ist als der eingebaute Blitz, sollte sich inzwischen auch unter Hobbyfotografen herum gesprochen haben. Doch zu besonderen Tageszeiten lassen sich ganz besondere Aufnahmen erstellen.

Die Golden Hour (kurz nach Sonnenauf-, bzw. kurz vor Sonnenuntergang) liefert eine fantastische, weiche und goldig warme Lichtstimmung. Das gilt nicht nur für Landschaften, sondern auch für Portraits. Schnappschüsse von Strand, Wald oder Weide erstrahlen in der Golden Hour in warmer Stimmung.

Die Blue Hour (in etwa die bürgerliche Abenddämmerung) ermöglicht dagegen dunkle, künstlerisch wertvolle Schnappschüsse in melancholischer Stimmung. So erhält jeder Moment selbst durch die Smartphone-Kamera etwas Magie. Das alles steht vor allem im Gegensatz zur Mittagssonne und den harten Schlagschatten.

Da tagsüber die Kontrastwerte besonders hoch sind, können die Bilder hier schnell falsch belichtet werden. Dies kann man durch HDR (High Dynamic Range)-Fotos kompensieren. Hierbei werden mehrere Bilder unterschiedlicher Belichtungsstufen zu einem Bild zusammengefügt.

Die meisten Smartphones und DigiCams machen das automatisch, DSLRs bieten dagegen eine RAW-Option. Hierbei werden alle Bildinformationen abseits von Blende und Belichtungszeit erst am Rechner festgelegt – das bietet viele Möglichkeiten, sofern man sich gut genug damit auskennt.

Neben dem Licht ist auch die Bildkomposition ein erheblicher, künstlerischer Faktor. Weitwinkelaufnahmen etwa sollten Landschaften vorbehalten sein, Teleobjektive sind dagegen ideal für Portraits und Tieraufnahmen geeignet, hier stören Sie die Fauna nicht. Um Motive ins rechte Verhältnis zu rücken, sollten Sie schon bei der Aufnahme das Verhältnis zu Bildmittelpunkt oder einer Einteilung in Drittel beachten.

Auch Linien lenken natürlich den Blick auf das gewünschte Objekt. Das alles klingt furchtbar mathematisch, dabei ist gerade der Blick für Verhältnisse und Schnitte sehr intuitiv. Wenn Sie sich kurz vor dem Foto mit der Komposition beschäftigen und die Kamera ein wenig hin und her schwenken, ehe Sie abdrücken, können Sie blitzschnell viele verschiedene Winkel ausprobieren – und den richtigen wählen.

Da hin gehen, wo es nass ist

Wenn die Urlaubsfotos etwas ganz Besonderes werden sollen, dann muss man sich auch trauen, auf unbekannten Pfaden zu treten. Das kann eine Bergspitze sein, ein eingeklemmtes Foto im Torrahmen oder der sonst so unbequeme Blick die Klippe hinab. Mit der richtigen Ausrüstung darf es dabei sogar unter die Wasseroberfläche gehen. Entweder man bringt bereits eine Action Cam mit, die im wasserdichten Gehäuse kommt, oder vor dem Urlaub wird das passende Case besorgt.

Mit Unterwasserlandschaften, der durch den Bergsee schimmernden Sonne oder den majestätischen Fischen des Pazifik kann man auf jeden Fall Urlaubsfotos liefern, die Freunde und Familie begeistern werden. Was man bei Unterwasserfotografie beachten muss, damit die Bilder gelingen, lässt sich hier gut nachlesen: Unterwassergehäuse Tipps.

Und wer noch Inspiration braucht, schaut sich am besten mal die weltbekannten Tauchbilder vom US-amerikanischen Fotograf Seth Casteel aus der Reihen „Hunde unter Wasser“, „Welpen unter Wasser“ und „Babys unter Wasser“.

Notfalls: Fix it in Post!

Wenn man dann beim spontanen Schnappschuss etwas nicht mehr beachten konnte, der Bildhintergrund gestört wird oder das Foto einfach noch etwas Optimierungsbedarf hat, beginnt für Sie die Nachbearbeitung. Am Rechner sind dann häufig Zeit und Muße vorhanden, um die Bilder farblich abzustimmen, gewünschte Bereiche aufzuhellen oder abzudunkeln oder den Fotos einfach einen runden Look zu geben.

Auch hier gilt aber: Weniger ist mehr. Keinesfalls sollte digitale Nachbearbeitung die Aufmerksamkeit vom Bild ablenken. Selbst auf den Smartphones gibt es indes viele interessante (und professionelle) Apps, mit denen die Bilder einen weichen und analogen Look annehmen. Die digitale Nachbearbeitung sollte dabei immer nur die letzte Abrundung sein, um das Urlaubsfoto zu perfektionieren.

Wenn man diese Tipps befolgt und bereit ist, außergewöhnliche Wege zu gehen, um außergewöhnliche Bilder zu schießen, dann wird man es auch schaffen, mit den tollen Urlaubsfotos Sehnsucht zu wecken und Freunde zum Staunen zu bringen.