RATGEBERAKTION “Folgeerkrankungen des Diabetes” am 13.10.16

Wenn die Füße kribbeln und schmerzen, können Nervenschäden dahinter stecken. Sie können eine Folgeerkrankung des Diabetes sein. - Foto: djd / Wörwag Pharma / colourbox.de
Wenn die Füße kribbeln und schmerzen, können Nervenschäden dahinter stecken. Sie können eine Folgeerkrankung des Diabetes sein. - Foto: djd / Wörwag Pharma / colourbox.de
  • Große Ratgeberaktion per Telefon und Chat mit führenden Gesundheitsexperten
  • Donnerstag, 13.10.2016
  • Am Telefon: kostenfreie Rufnummer 0800 – 000 77 32 von 10 bis 16 Uhr
  • Im Chat: http://www.experten-im-chat.de von 16 bis 17 Uhr. Fragen stellen schon jetzt möglich

Symptome erkennen und richtig reagieren

Obwohl die medizinische Versorgung von Menschen mit Diabetes große Fortschritte gemacht hat, gelingt es oft nicht, sie vor komplizierten und teils tödlichen Folgeerkrankungen zu bewahren. So sterben etwa 75 Prozent aller Zuckerpatienten an Gefäßkomplikationen, meist Herzinfarkte und Schlaganfälle. Hinzu kommt, dass mehr als jeder dritte Erkrankte eine Nervenstörung (die so genannte diabetische Neuropathie) entwickelt.

Diese Erkrankung ist eine Hauptursache für ein Diabetisches Fußsyndrom, das nach Angaben des Deutschen Diabetes-Zentrums rund 40 000 Amputationen pro Jahr nach sich zieht. Schäden an kleinen Blutgefäßen können Nierenversagen und Erblindungen verursachen. Wie man die schlimmen Folgen des Diabetes verhindern kann, das erläutern erfahrene Internisten und Diabetologen bei einer großen Ratgeberaktion am Telefon und im Chat.

Warnsignale der Füße

Weil der Diabetes Gefäße und Nerven schädigt, entwickelt sich die so genannte diabetische Neuropathie. Sie gehört zu den häufigsten Folgeerkrankungen der Zuckerkrankheit. Der Internist Privatdozent Dr. Alin Stirban erklärt: „Betroffene verspüren sie in der Regel zunächst an den Füßen.“ Als Warnsignale gelten bohrende Schmerzen, ein Brennen oder Kribbeln, aber auch Taubheit und eine nachlassende Sensibilität der Füße.

Je früher die Neuropathie erkannt wird, umso besser lässt sie sich behandeln. Wichtigste Maßnahme ist immer eine möglichst gute Blutzuckereinstellung. Aber auch rezeptfrei erhältliche Präparate mit Benfotiamin, einem vitaminähnlichen Wirkstoff, können dabei helfen. Laut Studien ist es möglich, mit ihrer Hilfe Beschwerden wie Kribbeln, Schmerzen und Taubheit in den Füßen zu lindern sowie die Nerven und Blutgefäße vor den schädlichen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers zu schützen.

Eine weitere Erkrankung, die mit dem Diabetes zusammenhängen kann, ist die koronare Herzkrankheit (KHK). Dabei verengen oder verschließen sich die Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen. Das kann sich durch Schmerzen in der Brust bemerkbar machen, bei Menschen mit Diabetes in Folge einer Nervenschädigung aber oftmals auch unbemerkt bleiben. Eine KHK kann wiederum zu einer Herzschwäche (Insuffizienz) führen. Herzinfarkt und Schlaganfall sind ebenso gefürchtete Folgen der Zuckerkrankheit wie eine Nephropathie (Nierenschwäche).

„Die Nieren als Entgifter des Körpers haben feine Gefäße, Kapillaren genannt. Bilden sich in ihnen oder in einer zuführenden Arterie Ablagerungen, dann können sie ihre Ausscheidungsfunktion immer weniger erfüllen“, erläutert Prof. Dr. Hilmar Stracke die Ursache. Schlimmstenfalls versagen die Nieren ihren Dienst, so dass Patienten auf eine Blutwäsche (Dialyse) angewiesen sind. Greift der Diabetes kleinste Blutgefäße des Auges an, wird die Netzhaut nicht genügend durchblutet. „Die Gefäße können außerdem durchlässiger werden, was Einblutungen in die Netzhaut begünstigt. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Retinopathie bis zur Erblindung führen“, sagt Dr. Helga Zeller-Stefan.

Rat und Hilfe für Patienten

Woran lassen sich die Folgeerkrankungen des Diabetes frühzeitig erkennen? Kann man vorbeugen? Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es? Welche Warnsignale der Füße sollte man ernst nehmen? Diese und viele weitere Anliegen sind wichtige Themen bei der großen Ratgeberaktion mit erfahrenen Gesundheitsexperten am 13. Oktober von 10 bis 16 Uhr.

Am Telefon und im Chat sitzen für Sie

Privatdozent Dr. Alin Stirban, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Leitender Arzt Diabetologie und Endokrinologie, Sana Klinikum und MVZ Sana Arztpraxen Remscheid

Prof. Dr. Hilmar Stracke, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselerkrankungen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Dr. Helga Zeller-Stefan, Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Diabetologin mit Diabetes-Praxis in Essen

Rufen Sie an! Holen Sie sich Ihren persönlichen Expertenrat von 10 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 000 77 32!

Reichen Sie Ihre Fragen schon jetzt ein: Unter www.experten-im-chat.de und lesen Sie die Antworten dazu am 13.10.2016 ab 16 Uhr!