Kinder – Musikalische Früherziehung

Klavierunterricht im frühen Kindesalter

Wie kaum ein anderes Medium spricht Musik Sinne, Gefühle, Verstand, Kreativität und Körper gleichermaßen an. Ganz besonders empfinden Kinder die Musik nicht isoliert, sondern verbinden diese mit Handlungen, Eindrücken und Vorstellungen. Heute weiß man um die Bedeutung des Vorschulalters für musikalische Gehörentwicklung sowie des musikalischen Interesses und einer musikalischen Früherziehung für die positive Gesamtentwicklung eines Kindes. So erhalten Kinder mit der musikalischen Früherziehung eine breite musikalische Basis, von der sie sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln können. Dabei wird das Kind ganzheitlich angesprochen und lernt und spielt mit allen Sinnen:

  • Singen
  • Sprechen
  • Bewegung/Tanz
  • Hören von Musik
  • Instrumentenbau
  • Elementares Instrumentenspiel
  • Kennenlernen von verschiedenen Musikinstrumenten

Durch das Beobachten und eigenständige Probieren entwickelt das Kind die wichtigsten Fähigkeiten, die es zum Musizieren benötigt, und kann sich letztlich für ein geeignetes Instrument entscheiden.

Klavierunterricht im frühen Kindesalter

Klavierunterricht im frühen Kindesalter - Foto: pixabay.com / nightowl (CC0 1.0)
Klavierunterricht im frühen Kindesalter – Foto: pixabay.com / nightowl (CC0 1.0)

Einige Untersuchungen haben bereits bewiesen, dass zwischen der Musikerziehung im Kindesalter und der Fähigkeitsentwicklung ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, die den Kindern ein erfolgreiches Leben ermöglichen.

Einfühlungsvermögen, Geduld und Selbstdisziplin sowie die Fähigkeit, gezielt und konzentriert zu agieren, sind nur einige wichtige Attribute, die durch die musikalische Erziehung gefördert werden. Zudem werden diese Fähigkeiten das Kind ein Leben lang begleiten.

Für die musikalische Früherziehung eignet sich vor allem das Klavier, denn kaum ein anderes Instrument bietet so viele musikalische Entfaltungsmöglichkeiten. Dabei bestätigen unterschiedliche Studien, dass das Spielen des Klaviers Veränderungen im Gehirn des Kindes hervorrufen können, die das abstrakte Denkvermögen unterstützen. Hierdurch wird das strategische Denken, das Erlenen von Naturwissenschaften und Mathematik erleichtert.

Dr. Gordon Shaw (University of California) und Dr. Francis Rauscher (University of Wisconsin) stellten zudem zwischen Klavier- und Gesangsunterricht einen Zusammenhang fest sowie einer hieraus resultierenden Verbesserung der Raum-Zeit-Wahrnehmung. Die Ergebnisse zeigen, dass das Gehirn des Kindes direkt beeinflusst und demzufolge der Intellekt gefördert wird.

Dies bedeutet also, dass das Klavier spielen „Verknüpfungen“ im Gehirn des Kindes erzeugt, die bestehen bleiben und die ohne die musikalische Früherziehung sehr wahrscheinlich nicht entstanden wären. So ist schon seit vielen Jahren bekannt, dass Kinder mit einer musikalischen Früherziehung Fähigkeiten entwickelt haben, von denen sich auch noch im Erwachsenenalter profitieren.

Die Auswahl des richtigen Klaviers

Die Auswahl des richtigen Klaviers - Foto: Bildquelle: pixabay.com / Hans (CC0 1.0)
Die Auswahl des richtigen Klaviers – Foto: Bildquelle: pixabay.com / Hans (CC0 1.0)

Es gibt für die individuellen Bedürfnisse unterschiedliche Klavier-Typen. Hier gilt es, den richtigen Typ herauszufinden. Vor allem kommt es auf die Lautstärke, die Bedienung, den Funktionsumfang und den Anschlag des Instruments an. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl des richtigen Klaviers ist natürlich auch der vorhandene Platz in der Wohnung. Für Einsteiger, Anfänger und Kinder ist aus diesem Grund ein Flügel eher ungeeignet, da dieser sich nur mit einem großen Zimmer verträgt. Darüber hinaus liegen die Anschaffungskosten bei 20.000 Euro aufwärts. Für Kinder sind eher die folgenden Alternativen empfehlenswert:

E-Piano und akustisches Klavier

Das E-Piano ist die preiswerteste Form des Klaviers und verfügt über 88 Tasten, sodass es in Bezug auf den Umfang eines richtigen Klaviers entspricht. In der Regel besteht die Tastatur des E-Pianos aus einer Hammermechanik. Das heißt, hier wird das Spielgefühl eines akustischen Instruments nachgeahmt. Bezüglich der Einsteigerinstrumente existieren zum Teil erhebliche Qualitätsunterschiede. Dabei sollten Anfänger darauf achten, dass das E-Piano in jedem Fall eine „gewichtete Tastatur“ besitzt.

Besonders vorteilhaft beim E-Piano ist, dass dieses Instrument mit Kopfhörern gespielt werden kann und somit Nachbarn nicht gestört werden.

Wesentlich teurer, aber dafür vom Spielgefühl her besser ist das akustische Klavier. Während ein E-Piano bereits ab 1000 Euro erhältlich ist, muss für ein akustisches Klavier je nach Gewichtung der Tasten tief in die Tasche (ab 2.500 Euro aufwärts) gegriffen werden.

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Tipps und weiterführende Informationen

Die didaktischen Grundlagen der musikalischen Früherziehung: http://www.kindergartenpaedagogik.de/73.html

Vorteile für Kinder: http://www.t-online.de/ratgeber/familie/erziehung/id_49222418/musikalische-frueherziehung-viele-vorteile-fuer-das-kind.html

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