Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Hypnose unterschieden, der direkten und der indirekten Hypnose. - Foto: pixaby.com/heliofil/CCO

In welchen Bereichen kann Hypnose angewendet werden?

Die Anwendungsgebiete in Hypnose sind überaus weitläufig. Mit ihrer Hilfe können diverse Krankheiten, insbesondere psychischer Natur, behandelt und therapiert werden. Die größten Bereiche, in denen Hypnose angewendet wird, sind:

Entwöhnung: Dies kann unter anderem Menschen helfen, die mit dem rauchen oder einer anderen Art von Laster aufhören möchten

Behandlung von Störungen: Solche Störungen liegen oft im Bereich des Essverhaltens oder des Schlafens

Auflösen von Blockaden: Solche Blockaden können in allen möglichen Lebensbereichen auftreten und mit Hypnose behandelt werden

Welche Arten von Hypnose gibt es?

Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Hypnose unterschieden, der direkten und der indirekten Hypnose. Bei der direkten Hypnose, welche oft auch als „echte“ Hypnose bezeichnet wird, wird der Patient durch Befehle in einen Trancezustand versetzt. Befindet er sich in diesem Zustand, dann ist es für den Hypnotiseur einfacher, an das Unterbewusstsein zu gelangen. So kann er Suggestionen vermitteln, damit der Patient sich später motiviert fühlt oder gewisse Verhaltensmuster, wie etwa das Rauchen, zu verändern.

Bei der indirekten Hypnose, welche auch als „unechte“ Hypnose bezeichnet wird, wird eine weitaus sanftere Vorgehensweise verwendet. Der Hypnotisierte behält auf diese Weise das Gefühl, die Kontrolle nicht komplett abzugeben. Das Ergebnis ist allerdings dasselbe, der Patient fällt schlussendlich in einen tiefen Trancezustand, in welchem der Hypnotiseur ihm die entsprechenden Verhaltensweisen suggerieren kann. Viele Patienten empfinden diesen Stil der Hypnose als angenehmer.

Macht Hypnose willenlos?

Eine Hypnose gilt als nicht durchführbar, wenn sich der Hypnotisierte dagegen wehrt. Im Gegenteil ist es für eine erfolgreiche Hypnose wichtig, sich dieser vollständig zu öffnen und in einen Zustand völliger Entspannung zu gelangen. Genauso gilt es als nicht durchführbar, einen Menschen unter Hypnose zu Taten zu Bewegen, die seinem Wesen und seinen Vorstellungen widersprechen. Bei der menschlichen Psyche handelt es sich um ein sehr komplexes Gebilde, das durch eine Hypnose nicht einfach umgeworfen und anders wieder aufgebaut werden kann. Dass eine Hypnose nicht komplett willenlos macht, zeigt sich auch an dem Versuch, Menschen unter Hypnose zu zwingen, immer die Wahrheit zu sagen, was gänzlich scheiterte.

Übernimmt die Krankenkasse Teile der Kosten einer Hypnose?

In diesem Bereich gibt es, wie in vielen anderen auch, deutliche Unterschiede zwischen den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Private Krankenkassen haben unterschiedliche Beteiligungsformen bei einer Behandlung mit Hypnose, die Chancen einer Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen stehen sehr schlecht. Diese sehen darin keine Notwendigkeit und übernehmen Kosten nur in gesonderten Ausnahmefällen oder generell nicht. Trotzdem kann es lohnenswert sein, vor der Therapie Erkundigungen einzuholen.

Außerdem besteht in manchen Fällen die Möglichkeit, bei bestehender Behandlung durch einen Therapeuten, die von der Krankenkasse bezahlt wird, über Hypnose zu sprechen. Einige Therapeuten haben in diesem Bereich eine Ausbildung und können die Hypnose daher in die Behandlung einbauen.

Wo und wie kann Hypnose erlernt werden und gibt es hierfür Ausbildungen?

Im Grunde kann jeder eine Ausbildung zum Hypnotiseur machen. Wichtig ist, dass Einfühlungsvermögen und Interesse an der Materie besteht. Die Ausbildung zum Hypnotiseur erfolgt über mehrtägige Seminare und beinhaltet, je nach Vorkenntnissen Seminar, unterschiedliche Bereiche der Hypnose. Solche Seminare werden zum Beispiel an ganz individuell angeboten. Teilnehmer, die eine Ausbildung absolviert haben, erhalten danach spezielle Zertifikate, die ihnen erlauben, sich fortan beruflich als Hypnotiseur zu bezeichnen und Hypnosen anzubieten.

Es gibt natürlich einen Unterschied zwischen medizinischen und nicht-medizinischen Hypnotiseuren. Wer eine Hypnoseausbildung ohne medizinische Vorkenntnisse angeht, der hat im Nachgang die Möglichkeit, durch Aus- und Weiterbildungen auch im therapeutischen Bereich beruflich aktiv werden zu können. In jedem Fall stehen Seminare und Ausbildungen im Bereich Hypnose allen interessierten Menschen offen, unabhängig davon, ob eine Intention zur Praxiseröffnung dahintersteht oder nicht.

Literatur zur Hypnose

Es gibt sicherlich eine große Auswahl an Büchern über Hypnose, die zum einen für Patienten oder zum anderen für Hypnotiseure und Interessierte geschrieben sind. Hier findet sich eine kleine Übersicht von mehr oder weniger empfehlenswerten Büchern zum Thema Hypnose.