Checkliste: Darauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten Pkw achten

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, schaut zuerst unter die Motorhaube – sollte man zumindest meinen. Weit gefehlt. Eine GfK-Umfrage im Auftrag von ExxonMobil ergab, dass stattdessen neben dem Alter und Kilometerstand die Klimaanlage und der Geruch des Innenraums entscheidende Kaufkriterien sind. Mehr als ein Drittel (38,5 Prozent) der Befragten schätzt das Kontrollieren des Ölstands dagegen als weniger wichtigen Faktor ein. “Dieser Irrtum kann teuer werden, denn das Motorenöl ist eine entscheidende Komponente in jedem Auto”, weiß Michael Wallek, Leiter Autoschmierstoffgeschäft bei ExxonMobil.

Mit hochwertigen Schmierstoffen könne eine längere Lebensdauer des Motors erreicht werden. Dagegen würden eine schlechte Qualität und ein falscher Ölstand ein Risiko für den Motor bergen. “Ist der Ölstand zu niedrig, lässt die Schmierung der beweglichen Teile nach, das verstärkt den Verschleiß und kann zu Motorschäden führen.” Wallek rät Autofahrern, die einen Gebrauchtwagen kaufen möchten, sich an einer Checkliste zu orientieren.

Leitfaden beim Gebrauchtwagenkauf

  • Entscheidend ist immer der Gesamtzustand des Autos. Deshalb kann ein etwas älterer, aber gut erhaltener Wagen mit einem niedrigen Kilometerstand eine bessere Wahl sein als ein jüngeres Modell.
  • Fragen an den Verkäufer: Liegen alle Fahrzeugpapiere und Prüfprotokolle der letzten HU vor? Ist das Auto unfallfrei und scheckheftgepflegt? Wird Motorenöl der vom Hersteller empfohlenen Marke/Viskosität benutzt? Wann war die letzte Inspektion?
  • Mit Hochleistungsschmierstoffen lassen sich eine höhere Leistung, ein reduzierter Kraftstoffverbrauch und eine längere Lebensdauer des Motors erzielen. Ölstand und letzter Ölwechseltermin sollten also beim Gebrauchten überprüft werden. Wurde ein Hochleistungsschmierstoff eingesetzt?
  • Die Qualität der Reifen ist für die Sicherheit des Fahrzeugs entscheidend.
  • Bei einer Probefahrt sollte man das Fahrverhalten des Gebrauchten intensiv auf verschiedenen Straßenbelägen testen und auffällige Geräusche identifizieren. Insgesamt ist eine Fahrt von zehn Kilometern im Regelfall ausreichend.