Bericht zum Expertentelefon „Heizung modernisieren“ am 12.11.2015

Drei von vier Heizungen unter deutschen Dächern sind reif für den Ruhestand – doch viele Hausbesitzer zögern die überfällige Modernisierung immer wieder hinaus. Dabei kann der Umstieg auf moderne Heizsysteme die laufenden Kosten um 15 Prozent und mehr senken. Nur welche Heiztechnik ist für das eigene Haus am besten geeignet, worauf ist bei der Planung zu achten – und wer fördert den Austausch finanziell? Dies waren die Fragen, die unseren Experten am häufigsten gestellt wurden.

Am Telefon und im Chat saßen

Herbert Kuschel, Energieberater im Sanitär-, Heizung-, Klima-Handwerk (HWK) bei Vaillant, Remscheid

Sven Kersten, Technikexperte und Energieberater mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz beim Bauen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien, EnergieAgentur.NRW

Alexander Neumann, Dipl.-Ing. Architekt mit dem Schwerpunkt Energieeffizientes Bauen und Sanieren; Zugelassener Sachverständiger für die Förderprogramme des Bundes (Energie-Effizienz-Experte), Energieausweis-Aussteller für Wohn- und Nichtwohngebäude, Technischer Leiter bei der Sunshine Energieberatung GmbH, Garbsen und Hannover

Uwe Bothur, bevollmächtigter Schornsteinfegermeister in Bochum sowie Sachverständiger und Gebäudeenergieberater im Handwerk

Spätestens nach 20 Jahren modernisieren

Wann ist eine Heizung reif für den Austausch? „Bei konventionellen Gas- oder Ölzentralheizungen, die älter als 20 Jahre sind, lohnt sich immer ein Austausch durch eine Brennwert- oder durch eine Pelletheizung“, so Uwe Bothur. Durch den Tausch einer alten Heizungsanlage können Hausbesitzer ihre Energiekosten um 15 Prozent und mehr senken.

Bei durchschnittlichen Heizkosten eines Einfamilienhauses von etwa 1.900 Euro entspricht dies einer Einsparung von knapp 300 Euro jährlich. Bei einer Investition von beispielsweise 8.000 Euro für ein energiesparendes Gas-Brennwertgerät beträgt die jährliche Rendite bei gleichbleibenden Kosten für Erdgas rund 4 Prozent – weit mehr als bei den meisten Geldanlagen derzeit.

Zu den finanziellen Aspekten kommen aber auch Anforderungen des Gesetzgebers hinzu. Alexander Neumann verweist auf die Austauschpflicht: „Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Dies gilt für Konstanttemperaturkessel. Wer das Alter des Kessels nicht kennt, kann auf dem Typenschild der Heizung oder im Protokoll des Schornsteinfegers nachschauen. Wer schon zum 1. Februar 2002 oder davor im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat, ist von der Pflicht ausgenommen.“

Hydraulischer Abgleich vermeidet Energieverluste

Damit die neue Heizung so effizient wie möglich arbeitet, sollte der Hausherr auf einem hydraulischen Abgleich bestehen, unterstreicht Sven Kersten: „Durch den hydraulischen Abgleich werden alle Heizflächen gleichmäßig durchströmt, egal wie weit der Raum vom Wärmeerzeuger entfernt ist.“ Wird kein Abgleich durchgeführt, werden die Räume nicht gleichmäßig warm, so dass die Pumpleistung hochgefahren und die Vorlauftemperatur unnötig hoch eingestellt wird.

In einem Punkt sind sich alle Experten einig: Rechtzeitig vor einer Modernisierung sollten Hausbesitzer einen Energieberater sowie einen Experten aus dem Sanitär- und Heizungshandwerk einschalten. Schließlich stellt die Heizung nur eine Komponente für den energetischen Standard im Eigenheim dar: Wer etwa schon gedämmt hat oder dies plant, kann die neue Heizungsanlage in den meisten Fällen kleiner dimensionieren – das senkt die einmaligen Investitionen. „Das individuell richtige Vorgehen erfahren Hausbesitzer am besten durch eine BAFA-geförderte Energieberatung“, unterstreicht Alexander Neumann.

Brennwerttechnik und erneuerbare Energien kombinieren

Bei der Wahl der neuen Heiztechnik können Hausbesitzer heute aus einer Vielzahl von Optionen wählen – auch in dieser Hinsicht führt an einer guten Beratung kein Weg vorbei. Bewährt hat sich die energieeffiziente Brennwerttechnik, die sich zudem mit erneuerbaren Energien kombinieren lässt. „Bei jeder Heizungsmodernisierung sollte diese Möglichkeit geprüft werden. So ist es möglich, die Trinkwassererwärmung und eine Heizungsunterstützung über Solarkollektoren zu betreiben“, erläutert Herbert Kuschel.

Smart vernetzte und energieeffiziente Heiztechnik

Für mehr Durchblick bei der Auswahl eines zukunftssicheren Heizungssystems können zudem Label wie etwa das Gütezeichen „Green iQ“ sorgen. Damit werden ausgereifte, zukunftsfähig vernetzte und nachhaltige Produkte ausgezeichnet. Systeme nach dem Green iQ-Standard arbeiten höchst energieeffizient und vereinen klimaschonende Wärmeerzeugung mit einer smarten, internetbasierten Systemsteuerung. Das Gas-Brennwertsystem „ecoTEC exclusive“ von Vaillant beispielsweise kann zu 100 Prozent mit Bio-Erdgas betrieben werden.

Um kein bares Geld zu verschenken, sollten Verbraucher ihren Handwerker auf die Fördermöglichkeiten im Zuge der Modernisierung ansprechen – es bestehen unzählige Förderangebote von Bund, Ländern und Gemeinden bis hin zu den regionalen Energieversorgern und privaten Institutionen. Wichtig zu wissen: „Für die meisten Fördermittel muss der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt werden“, so Kuschel.

Weitere Informationen für Interessierte gibt es hier

www.dena.de und www.energieagentur.nrw.de – Webseiten der Deutschen Energie-Agentur und der EnergieAgentur.NRW mit vielen nützlichen Informationen für Verbraucher

www.intelligent-heizen.info – Webangebot des Spitzenverbands der Gebäudetechnik VdZ

www.vaillant.de – Homepage mit vielen Informationen zu zukunftsorientierten Heizungen, zur Modernisierung und der Möglichkeit, Fachhandwerker vor Ort direkt zu suchen

www.experten-im-chat.de – Chatprotokoll mit Fragen und Antworten zum Thema

Expertentipp Ratgeberaktion „Heizung modernisieren“ am 12.11.2015

Viele tausende Bundesbürger verschenken bares Geld – indem sie ihre eigenen vier Wände mit einer Heizung wärmen, die längst überholt ist. Spätestens nach 15 bis 20 Jahren sollten alte Heizungsanlagen durch moderne, deutlich energieeffizientere Systeme ersetzt werden, empfiehlt Herbert Kuschel, Energieberater im Sanitär-, Heizungs-, Klima-Handwerk (HWK) bei Vaillant: „Für Klarheit können Hauseigentümer sorgen, indem sie zum Beispiel einen Energiepass durch einen Energieberater erstellen lassen. Aus dem Ergebnis lässt sich ableiten, ob es ausreicht, den Wärmeerzeuger zu ersetzen, oder ob eine Teilsanierung, wie Fenster, Dach & Co. durchgeführt werden sollte.“

Austauschpflicht für alte Heizungen beachten

Hinzu kommt: Zahlreiche Heizungen, die bereits 30 Jahre und älter sind, dürfen per Gesetz nicht mehr betrieben werden. Die Energiesparverordnung (EnEV 2014) schreibt vor, dass Heizungen, die bis 1985 eingebaut wurden, ausgetauscht werden müssen. Ausnahmen gelten für Brennwert- oder Niedertemperatur-Heizkessel oder für Immobilienbesitzer, die das Haus oder die Wohnung bereits zum 1. Februar 2002 selbst bewohnten.

Wer die alte Heizung ersetzen und beispielsweise auf moderne Brennwerttechnik umsteigen will, sollte zusätzlich über die Nutzung regenerativer Energien nachdenken. Das schont die Umwelt und spart weiteres Geld, so Herbert Kuschel weiter: „So ist es beispielsweise möglich, die Trinkwassererwärmung und eine Heizungsunterstützung über Solarkollektoren zu betreiben.“

Wenn Lagermöglichkeiten gegeben sind, kann auch eine umweltschonende Pelletheizung für heißes Wasser und eine warme Wohnung sorgen. Viele Eigenheimbesitzer entscheiden sich für den Einbau einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, die über das Marktanreizprogramm mit Bundesmitteln gefördert wird.

Kein Fördergeld verschenken

Fördermittel sind ohnehin ein wichtiges Thema bei der Heizungsmodernisierung – allerdings ist die Antragstellung mit einigen Hürden verbunden, macht Herbert Kuschel deutlich: Für die meisten Fördermittel muss ein Antrag

vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Es gibt in Deutschland unzählige Förderangebote von Bund, Ländern und Gemeinden bis hin zu den regionalen Energieversorgern und privaten Institutionen. Daher sollte man sich gut informieren oder noch besser beraten lassen.“

Umfassende Informationen sind erhältlich bei den örtlichen Verbraucherzentralen oder auf den Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) und der KfW Bank (www.kfw.de).

Bequeme Heizungsbedienung per Smartphone

Die Heizungssteuerung per Smartphone wird immer beliebter. Nicht nur neuere Anlagen lassen sich mit einer solchen Funktion ausrüsten. „Es bedeutet einen gewissen Komfort, die Heizung auf dem Heimweg einzuschalten, damit es zu einem bestimmten Zeitpunkt warm ist“, so Kuschel.

Zudem kann auch der Fachhandwerker per Ferndiagnose Störungen der Heizungen erkennen und prompt beheben. Allerdings sei nicht immer eindeutig zu erkennen, welche Wärmeerzeuger mit welcher App bedient werden können, so der Experte: „Sinnvoll ist, immer eine App des jeweiligen Geräteherstellers zu nutzen oder der jeweiligen Empfehlung zu folgen.“

Leserfragen Expertentelefon „Heizung modernisieren“ am 12.11.2015

  1. Lohnt sich ein Heizungstausch tatsächlich? Wie hoch sind die Kosten bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus – und welche Einsparungen sind zu erwarten?

Herbert Kuschel, Energieberater im Sanitär-, Heizung-, Klima-Handwerk (HWK) bei Vaillant, Remscheid: Die Kosten können je nach Gerätetyp und Umfang der Arbeiten sehr unterschiedlich sein. Nur der Fachhandwerker kann den Aufwand beurteilen und ein konkretes Angebot erstellen.

Ein Beispiel dazu: Beim Einsatz der sparsamen Brennwerttechnik in einem herkömmlichen Einfamilienhaus liegen die Kosten etwa bei 5.000 bis 7.000 Euro – eine Investition, die sich schon nach fünf bis sechs Jahren amortisieren kann. Mein Tipp: Hausbesitzer sollten den Heizungscheck nutzen, der übrigens auch als „förderungsfähig“ gilt. Dabei handelt es sich um ein anerkanntes Verfahren, um Einsparpotenziale im Gebäude zu erkennen. 

  1. Welche Voraussetzungen erfordert eine moderne Gas-Brennwertanlage bei der Altbaumodernisierung?

Herbert Kuschel: Bedingt durch ihre Konstruktion arbeiten Brennwertfeuerstätten fast ausschließlich im Niedertemperaturbereich. Dabei passt sich die Vorlauftemperatur stets der Witterung an und sorgt für eine optimale Ausnutzung der Energie.

Durch die geringen Abgastemperaturen entsteht Kondensat. Damit dieses nicht den Schornstein beschädigt, muss ein zugelassenes Kunststoffrohr in den Kamin eingezogen werden. Außerdem muss das komplette Heizungssystem bis hin zu den Heizkörpern angepasst werden. Auf jeden Fall sollte nach der Modernisierung ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

  1. Lässt sich auch in Altbauten ein Wärmepumpensystem installieren? 

Herbert Kuschel: Die heutige Technik bietet vielfältige Lösungen, um eine derartige Anlage sinnvoll und effizient in älteren Gebäuden zu betreiben. Oft ist es möglich, im vorhandenen Leitungs- und Heizkörpersystem einfache bauliche Maßnahmen durchzuführen, um eine Wärmepumpe für die Heizung und für die Erwärmung des Trinkwassers einzusetzen. Wichtig ist in jedem Fall vorab eine gründliche Beratung durch den Fachmann.

  1. Ist es in jedem Fall sinnvoll, eine moderne Heizungsanlage zusätzlich mit erneuerbaren Energien zu koppeln? 

Sven Kersten, Technikexperte und Energieberater mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz beim Bauen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien, EnergieAgentur.NRW: Langfristig gehört den erneuerbaren Energien die Zukunft. Aber schon heute sind eine Wärmepumpe, ein Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW), eine Holzpelletheizung in der Kombination mit einer solarthermischen Anlage oder einer Photovoltaikanlage wirtschaftliche Alternativen, die zudem noch vom Staat gefördert werden.

  1. Nach welchen Kriterien lässt sich entscheiden, welches Heizsystem individuell am besten geeignet ist?  

Sven Kersten: Die notwendige Heizlast und die Höhe der Vorlauftemperatur werden individuell für jedes Gebäude ermittelt. Bei hohen Vorlauftemperaturen eignet sich zum Beispiel eher eine Holzpelletheizung, bei Vorlauftemperaturen kleiner als 50 Grad Celsius eignet sich eine Wärmepumpe. Möchte ich mein Gebäude auch mit eigenem Strom versorgen, bieten sich ein Mini-Blockheizkraftwerk oder eine Photovoltaikanlage an.

  1. Eine neue Heizung zu installieren ist eine wichtige Maßnahme – doch wie können Verbraucher durch ihr eigenes Verhalten die Heizkosten senken? 

Sven Kersten: Die Heizung gibt die Wärme über Heizkörper oder Flächenheizungen an den Raum ab. Daher ist der hydraulische Abgleich des Heizsystem eine wichtige Maßnahme, um dauerhaft Energie einzusparen. Durch den hydraulischen Abgleich wird erreicht, dass alle Heizflächen gleichmäßig durchströmt werden, egal wie weit der Raum vom Wärmeerzeuger entfernt ist.

Wird kein Abgleich durchgeführt, werden die Räume nicht gleichmäßig warm, so dass die Pumpleistung hochgefahren wird und die Vorlauftemperatur unnötig hoch eingestellt wird.

  1. Besteht eine Austauschpflicht für Heizungen ab einem bestimmten Alter? 

Alexander Neumann, Dipl.-Ing. Architekt mit dem Schwerpunkt Energieeffizientes Bauen und Sanieren, zugelassener Sachverständiger für die Förderprogramme des Bundes (Energie-Effizienz-Experte), Energieausweis-Aussteller für Wohn- und Nichtwohngebäude, Technischer Leiter bei der Sunshine Energieberatung GmbH, Garbsen und Hannover: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Allerdings gilt dies nur für Konstanttemperaturkessel. Wer das Alter des Kessels nicht kennt, kann auf dem Typenschild der Heizung oder im Protokoll des Schornsteinfegers nachschauen.

Wer schon zum 1. Februar 2002 oder davor im eigenen Ein- und Zweifamilienhaus gewohnt hat, ist von der Austauschpflicht ausgenommen. Gleiches gilt für Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit einer Nennleistung von mehr als 400 Kilowatt, kleinen Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als vier Kilowatt sowie für alle Brennwert- und Niedertemperaturkessel.

  1. Welche Fördermöglichkeiten gibt es, was müssen Hauseigentümer bei der Antragstellung beachten? 

Alexander Neumann: Neue Heizkessel können bundesweit über die KfW Bank oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden. Die KfW fördert im Programm „Energieeffizient Sanieren“ Brennwertkessel und Mini-BHKW. Das BAFA fördert Heizungsanlagen mit Erneuerbaren Energien wie Solarthermie, Wärmepumpen oder Pelletkessel sowie ebenfalls Mini-BHKW. Zusätzlich werden häufig regionale Förderungen über die lokalen Energieversorger angeboten. 

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung? Sollte dies mit anderen Maßnahmen wie der Wärmedämmung oder einem Austausch der Fenster zeitlich gekoppelt werden?

Alexander Neumann: Eine Heizungsmodernisierung sollte möglichst in Abstimmung mit einer Verbesserung der Wärmedämmung erfolgen, damit der Wärmeerzeuger auch langfristig nicht überdimensioniert ist. Das individuell richtige Vorgehen erfahren Hausbesitzer am besten durch eine BAFA-geförderte Energieberatung.

  1. Was ist mit Gasheizungen, die schon 15 oder 20 Jahre alt sind? Ist in jedem Fall ein Austausch empfehlenswert? 

Uwe Bothur, bevollmächtigter Schornsteinfegermeister in Bochum sowie Sachverständiger und Gebäudeenergieberater im Handwerk: Bei konventionellen Gas- oder Ölzentralheizungen, die älter als 20 Jahre sind, lohnt sich immer ein Austausch durch eine Brennwert- oder eine Pelletheizung. Die Energieersparnis wird etwa 25 bis 30 Prozent betragen.

  1. Was ist bei modernen Brennwertheizungen in Sachen Wartung zu beachten? Was kann oder muss der Hauseigentümer selbst tun und wie oft überprüft der Schornsteinfeger die Anlage? 

Uwe Bothur: An modernen Brennwertheizungen ist eine jährliche Wartung vorzunehmen, insbesondere weil der Schornsteinfeger nach der Kehr- und Überprüfungsordnung nur in jedem zweiten Kalenderjahr die Brennwertfeuerstätte und Abgasleitung überprüft. Der Hauseigentümer sollte unbedingt auf die Einhaltung der Überprüfungs- und Wartungstermine achten.

  1. Wenn die Heizung erst vor zwei oder drei Jahren modernisiert wurde, ist es dann empfehlenswert, zusätzlich noch Solarthermie, etwa für die Warmwasserbereitung, nachzurüsten? 

Uwe Bothur: Grundsätzlich ist eine Minderung der CO2-Emissionen immer zu begrüßen. Bei einem Einfamilienhaus kann eine Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung eine jährliche Energieeinsparung von zirka 60 bis 70 Prozent erreichen.

Die durchschnittlichen Kosten für die Warmwasserbereitung für einen Vier-Personen-Haushalt betragen etwa 300 Euro, somit ist eine jährliche Einsparung von etwa 200 Euro möglich. Die Kosten für den Speicher, die Kollektoren und den Einbau hängen von der individuellen Situation ab.