Unterwegs im Netz – Anonym im Internet surfen?

Anonym und ohne Spuren im Netz unterwegs sein meist reines Wunschdenken

Ein Computer mit Zugang zum Internet gehört heute schon fast zum Standard eines jeden Haushaltes. Viele Menschen wissen hier aber nicht, dass beim Surfen im Internet einige Daten ausgetauscht werden und man dadurch eindeutige Fußspuren im Netz hinterlässt. Sobald dein Computer mit dem Internet verbunden ist, hinterlässt dieser sehr viele Spuren und dies geschieht meist ohne Wissen und unbewusst durch den Nutzer. Gerade für Firmen sind solche Daten der Computernutzer sehr lukrativ und sammeln diese Daten daher sehr fleißig. Solche Daten sind dann interessant für Werbefirmen, aber auch für Geheimdienste und Kriminelle sind diese Daten von enormer Wichtigkeit. Es gibt leider keinen hundertprozentigen Schutz zum Surfen im Internet, doch kann man selber den Datensammlern das Leben etwas schwerer machen. Daher wäre es hier am besten, wenn man das Internet anonym besuchen würde. Ob dies wirklich möglich ist und wenn ja wie, versuche ich in diesem Artikel zu erläutern.

Anonym und ohne Spuren im Netz unterwegs sein meist reines Wunschdenken

Immer wenn der Computer mit dem Internet verbunden ist, werden schon Daten gesammelt und gespeichert, obwohl man als Nutzer noch gar nichts gemacht hat. Wenn man eine Internetseite öffnet, wird dies irgendwo aufgezeichnet. Der Betreiber einer Webseite kann durch spezielle Programme dann sehen, welchen Wohnort der Nutzer hat, welche einzelnen Unterseiten aufgerufen wurden, wie lange er auf der Seite war und noch sehr viel mehr wird hier aufgezeichnet. Auch kann man ganz leicht sehen, wie der Computer ausgestattet ist und mit welcher Bildschirmauflösung und welchem Betriebssystem man ausgestattet ist. Man sieht hier also mehr als deutlich, das eine Menge an Daten und Nutzerverhalten immer aufgezeichnet und gespeichert werden, Darüber sollte sich jeder Nutzer im klaren sein.

Diese Daten werden automatisch übermittelt

Damit ein Endgerät im Internet erkannt werden kann, bekommt es eine sogenannte IP-Adresse. Damit kann jedes Gerät eindeutig identifiziert werden. Dies ist vergleichbar mit einer Telefon- oder Handyrufnummer. Bei den meisten Nutzern wird diese IP-Adresse automatisch bei der Einwahl im Internet vergeben. Hier kann man schon den ungefähren Wohnort des Nutzers eingrenzen. Weiterhin werden zusätzlich einige Daten zur Ausstattung des Computers automatisch abgefragt und übermittelt. Viele Webseiten und Programme im Internet setzen auch sogenannte Cookies auf dem eigenen Computer. Im Prinzip sind dies kleine Textdateien, welche auf dem eigenen Computer automatisch gespeichert werden. Hierdurch kann dann das Nutzerverhalten leichter aufgezeichnet werden und immer mehr Webseiten verlangen das speichern eines Cookies auf dem eigenen Rechner.

Warum werden so viele Daten aufgezeichnet?

Der Datenaustausch findet meist unbemerkt vom Nutzer im Hintergrund statt. Für viele Webseitenbetreiber sind diese gesammelten Daten sehr wichtig, um das Angebot auf einer Webseite entsprechend dem Nutzerverhalten und auch Vorlieben angepasst werden, kann. Durch das Setzen eines Cookies wird man als Nutzer dann beim nächsten Besuch der Webseite direkt wieder erkannt und kann so spezielle Begrüßungen oder auch Angebote auf dem Bildschirm des Nutzers anzeigen lassen. Bei einem Webshop wird dann meist ein spezielles Produkt um Kauf angeboten, was immer direkt auf den Nutzer zugeschnitten sein könnte, aufgrund seiner letzten Besuche auf dieser Webseite.

So kann man sich etwas schützen im Internet

Um das Speichern und aufzeichnen von Daten verhindern zu können, muss man hier versuchen, das Übertragen von eigenen Informationen zu verhindern oder wenigstens zu verringern. Es ist hier möglich, durch falsche Daten und IP-Adressen sich selber zu schützen. Man kann heute mit speziellen Programmen seine IP-Adresse des Computers ändern und schon hat man seine eigene Herkunft gekonnt verschleiert.  Solch ein Anonymisierungs-Programm tritt dann als eine Art Vermittler auf, ohne den tatsächlichen zu verraten. Man selber ist mit einem speziellen Server verbunden. Die eigenen Daten gehen beim Aufruf einer Webseite erst dorthin und werden dann von dort aus zur eigentlichen Webadresse weitergeleitet. So sieht der Webseitenbetreiber nicht die eigentliche IP-Adresse des Nutzers, sondern die IP-Adresse des Anonymisierungs-Programmes. Dauerhaft sollte man aber nicht mit solch einem Anonymisierungs-Programm arbeiten. Denn der größte Nachteil ist hier wirklich die Geschwindigkeit.  Daher sollte man sich vorher genau überlegen, ob und wann man so etwas tatsächlich nutzen möchte.

Video – Anonym im Internet Surfen

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