Intelligentes Wohnen – auf die passende Elektro-Installation kommt es an

Wer heute Komfort, Sicherheit und Energie-Effizienz auf bestmögliche Weise miteinander verbinden möchte, sollte sein Zuhause in ein intelligentes Haus oder eine intelligente Wohnung verwandeln. Laut einer im Jahr 2010 vom Netzwerk Connected Living durchgeführten Studie waren etwa 37 Prozent der Befragten am innovativen Konzept des intelligenten Wohnens interessiert. Solche eHomes erleichtern ihren Bewohnern den häuslichen Alltag entsprechend dem gewählten Automatisierungs-Umfang. Am einfachsten ist es natürlich, wenn man das neu errichtete Eigenheim gleich in ein Smart Home verwandelt, indem man die dafür notwendige Steuerleitung mitverlegen lässt. Auf diese Weise sind spätere technische Erweiterungen jederzeit ohne viel Aufwand möglich.

Welche Bereiche automatisiert werden können

Automatisierungsfähig sind die Haustechnik (Licht, Alarmanlage, Heizung, Jalousien/Rollläden), elektrische Haushaltsgeräte, Multimedia-Geräte (TV, zentraler Server etc.), Internet und alle hausinternen Mess- und Kontrollgeräte wie beispielsweise Strom-, Wasser- und Gaszähler. Gesteuert werden smarte Geräte und Schalter via Handy und Tablet. Verbunden sind sie über ein Bus-System oder/und über eine Funk-Verbindung.

Beispiele für intelligentes Wohnen

Je nach dem gewünschten Automatisierungsgrad können alle Bereiche, nur einer oder mehrere umgestaltet werden. Wer “nur” clever Energie sparen möchte, lässt Jalousien, Heizung und Klima-Gerät so aufeinander abstimmen, dass immer eine angenehme Temperatur herrscht. Verlässt man das Haus, gehen Heizung und Klima-Anlage automatisch in den Stand-By-Betrieb, bis man via Smartphone seine Rückkehr ankündigt. Außerdem werden alle nicht genutzten Geräte ausgeschaltet. Öffnet man das Fenster, wird die Heizung selbsttätig heruntergefahren.

Bewohner, die ihre Küchengeräte an das intelligente Wohnen angeschlossen haben, können von unterwegs aus ihre Waschmaschine starten und stoppen oder via Smartphone die Kaffeemaschine zuhause einschalten, sodass sie ihren fertigen Kaffee sofort genießen können. Dies funktioniert allerdings nur mit Marken-Geräten bestimmter Hersteller wie Bosch und Siemens, die Elektrogeräte für das Home Connect System anbieten. Diese smarten elektronischen Haushaltshelfer sind mit WLAN Chip ausgestattet und können über eine iOS App und ab Frühjahr 2015 auch über eine Android App angewählt werden.

Im Bereich Sicherheit täuscht eine Urlaubssteuerung Fremden die Anwesenheit des Hauseigentümers vor, indem sie die Jalousien/Rollläden täglich betätigt und verschiedene Leuchten ein- und ausschaltet. Glasbruch- und Rauchmelder sind mit dem externen Sicherheitsdienst verbunden.

Multimedia-Fans haben die Möglichkeit, ihre Geräte über das Heim-Netzwerk so zu verbinden, dass digitale Inhalte ihren Vorstellungen entsprechend im ganzen Haus verteilt werden. Man kann also den Film, den man auf dem Fernseher im Wohnzimmer angeschaut hat, vom Bett aus weiter ansehen, ohne auf irgendwelche Knöpfe drücken zu müssen.

Bus-Systeme und Funk ermöglichen Smart Living

Da Haushaltsgeräte, Jalousien, Heizungen und die dazu passenden Schalter und Displays ein eigenes Geräte-Protokoll haben, das vom üblichen Computer-Protokoll TCP/IP nicht verstanden wird, erfolgt die Kommunikation dieser Geräte über den internationalen EIB/KNX Standard. Wer gerade neu baut, sollte am besten gleich alle Netzwerk- und KNX-Kabel über sämtliche Kabelschächte im ganzen Haus verteilen, sodass er gut auf spätere Innovationen vorbereitet ist. Als Aktoren des Systems fungieren Schalter, passende Schalterprogramm bekannter Marken finden Sie z.B. hier.

Sensoren sind beispielsweise Temperatur-Fühler und Bewegungsmelder. Um das Smart Living Konzept umzusetzen, benötigt man zusätzlich noch eine zweiädrige 24 V Steuerleitung parallel zu den Stromkabeln in der Wand, die alle Stromverbraucher des smarten Systems miteinander verbindet. Dort, wo Aktoren und Sensoren für die Steuer-Leitung schlecht erreichbar sind, erfolgt die elektronische Kommunikation über Funk und Infrarotwellen. Viele der Smart Home Systeme sind so installiert, dass sie sich selbst regeln können und keinen zentralen Computer als Geber von Anweisungen benötigen.

In älteren Häusern, in denen diese Einbauten zu aufwändig wären, kann man denselben Komfort mit Powerline-Technologie und Funkwellen erreichen. Powerline-Technologie nutzt das schon vorhandene 230 V-Stromnetz. Innerhalb eines Raumes kann man Infrarot-Sender verwenden. Wer auf das teurere Bus-System mit Ringleitung verzichten möchte, kann sich ein IT-Netzwerk mit Home Server und Kupfer- oder Glasfaserkabeln einrichten lassen. Letztere haben den Vorteil, dass sie so dünn sind, dass man bei späteren Erweiterungen des smarten Systems nicht erst neue Schlitze ziehen muss. Auch die Funk-Anbindung kann man jederzeit unkompliziert erweitern. Eine geschickte Kombination aus Verkabelung und drahtloser Daten-Übertragung ist der so genannte EnOcean Standard. Bei ihm erhalten alle Sensoren und Aktoren ihren Strom durch das Betätigen des Schalters, aus Licht- oder Temperatur-Unterschieden. Bedient werden die intelligent verknüpften Stromverbraucher über Smartphone und Tablet.

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