Heizkörper einfach selber streichen

Irgendwann muss auch ein Heizkörper neu gestrichen werden. Wir verraten wie...

Der Sommer ist leider vorbei und es ist nicht mehr weit, bis der Winter in Deutschland Einzug hält. Aus diesem Grund sollte man in den eigenen vier Wänden vor dem Beginn der Heizperiode die Heizkörper einmal überprüfen. Hier sollte man die Funktion der Heizkörper überprüfen und auch schauen, ob diese entlüftet werden müssen. Auch sollte man hier direkt das Äußere einmal genau betrachten und untersuchen. Hier darauf achten, ob vielleicht an irgendeiner Stelle die Farbe abplatzt oder ob sich Stellen vielleicht verfärbt haben. Irgendwann muss aber auch mal der Heizkörper neu gestrichen werden. Neu streichen sollte man hier aber nur, wenn der Heizkörper kalt ist. Hier also am besten vor der Heizperiode im Herbst solch ein Vorhaben durchführen. Wie man aber einen Heizkörper richtig streicht und was man alles so beachten sollte, wird dieser Artikel einmal etwas näher unter die Lupe nehmen.

Erste Schritte

Am Anfang sollte das Äußere des betroffenen Heizkörpers begutachtet werden. Hier vor allem darauf schauen, ob sich schon irgendwo Rost angesetzt hat. Vor allem an den Kanten kann sich hier oft Rost bilden. Das sind so typische Stellen, wo man beim zum Beispiel beim Fußbodenwischen gerne einmal aneckt. Dadurch kann es natürlich passieren, das an dieser Stelle auch mal der Lack vom Heizkörper abblättert. Ohne diesen Lack kann solch eine Stelle natürlich dann auch rosten. Auch der unterere Bereich des Heizkörpers ist davon oft sehr stark betroffen.

Rost vorher entfernen

Bevor man mit dem Lackieren anfängt, sollte man hier den Rost unbedingt gründlich abschleifen. Dabei am besten bis auf das blanke Metall schleifen. Vorsicht mit dem Schleifen ist aber geboten, wenn der Rost in der Nähe des Ventiles auftreten sollte. Hier sollte man dann doch vorher einen Fachmann zur Beratung hinzuziehen. Den Heizkörper vorher auch einmal abtasten, ob dieser irgendwo feucht ist. Wenn dies so sein sollte, auch hier erst mal einen Fachmann befragen. Das kann hier ein Zeichen, das der Heizkörper eventuell schon an irgendeiner Stelle durchgerostet ist.

Drahtbürste und Schleipapier

Als Nächstes sollte man den Heizkörper mit Schleifpapier komplett anrauen, damit die Farbe auch richtig hält später. An Stellen, wo Farbe abplatzen sollte, hier einfach mit einer Drahtbürste alles ordentlich abschleifen. Wer dies aus Bequemlichkeit nicht machen sollte, wird hier später schnell Farbübergänge zu sehen bekommen. Der Heizkörper muss anschließend noch von Schmutz und Fettresten befreit werden. Dazu sollte ein Schwamm und etwas Seifenlauge mehr als ausreichen. Wenn das alles erledigt wurde, muss der Heizkörper jetzt noch ordentlich abtrocknen.

Heizkörper nicht abbauen

Der Heizkörper wird zum Lackieren nicht abgebaut. Einen Heizkörper zu dementieren, sollte man doch einen Profi überlassen. Solch ein Vorhaben ist dabei nicht so einfach und kostet auch Zeit. Stellen wie das Thermostat und das Ventil vor dem Lackieren einfach abkleben. Auf dem Boden einfach etwas Papier oder auch Folie auslegen und schon kann keine Farbe mehr auf dem Boden tropfen.

Spezielle Lacke für Heizkörper

Die Vorarbeiten sollten alle sehr gründlich und sorgfältig durchgeführt werden. Im weiteren Schritt ist, dann das Werkzeug und das zu verwendende Material entscheidend. Die Farbe bzw. der Lack für den Heizkörper muss hier natürlich sehr hitzebeständig sein. Daher beim Kauf im Baumarkt unbedingt darauf achten, dass man nur spezielle Lacke für Heizkörper kauft.

Viel Farben zur Auswahl

Die am weitesten verbreiteten Farben für Heizkörper sind wohl Weiß und Beige. Wer diesen Standard aber nicht nutzen möchte, hat auch hier gute Karten. Man kann sich auch spezielle Farbtöne extra anmischen lassen. So sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die heutigen modernen Lacke für Heizkörper halten bis zu zehn Jahre und müssen erst dann wieder erneuert werden.

Acryllack geeignet

Wer Rost am Heizkörper hatte und diesen abgeschliffen hat, sollte hier einen sogenannten Rostschutzgrund vorher auftragen. Dieser Rostschutz wird auf die betreffenden Stellen aufgetragen und dieser muss anschließend noch trocknen. Wenn der Rostschutzgrund dann endlich getrocknet ist, muss dieser auch erst wieder mit Schleifpapier angeraut werden. Jetzt kann der Anstrich mit Acryllack erfolgen. Acryllack sollte man deshalb verwenden, da dieser Lack umweltverträglicher ist und auch nicht so schnell wieder vergilbt. Auch ist Acryllack viel geruchsärmer als ein lösemittelhaltiger Alkydharzlack.

Heizkörperplatten und Gliederheizkörper

Beim Lackieren sollte man mit den Rohren, Halterungen und Anschlussstellen anfangen. Diese Arbeit wird am besten mit einem Pinsel erledigt. Der Pinsel sollte für Acryllack mit Kunststoffborsten versehen sein. Wer Heizkörperplatten hat, kann diese nun einfach mit einer Malerrolle streichen. Hier einfach immer gleichmäßig von oben nach unten lackieren. Bei einem Gliederheizkörper muss man sich von Parzelle zu Parzelle einfach vorarbeiten. Für die einzelnen Rippen gibt es dann spezielle Eckpinsel, welche die Arbeit enorm vereinfachen.

Farbe nicht zu dick auftragen

Beim Lackieren des Heizkörpers ist weniger Farbe besser. Wer zu viel Farbe aufgetragen hat, beeinflusst die Wärmeleitfähigkeit dadurch negativ. Wenn man also schon ältere Heizkörper hat, sollte man hier die Farbe vorab vollständig abschleifen. Um die Farbe nicht zu dick aufzutragen, kann sich auch ein sogenanntes Farbspray durchaus lohnen. Ob man Pinsel oder Spray benutzt, muss man individuell vor Ort selber schauen. Bei einem Farbspray muss man den Farbnebel berücksichtigen und eventuell viel mehr in der Umgebung abdecken.