Altersvorsorge: Eigene Rentenlücke herausfinden

Vor einigen Jahren sagte ein Politiker einmal: Die Rente ist sicher. Heute wissen wir, dass diese Aussage doch nicht so aussagekräftig ist. Wie sich die Rente in den kommenden Jahren tatsächlich entwickelt, kann man heute gar nicht vorhersagen. Um später nicht von Altersarmut betroffen zu sein, sollte man auf jeden Fall selber zusätzlich privat für die eigene Rente vorsorgen. Um aber die richtige Altersvorsorge zu finden, muss man natürlich erst mal seine zu erwartende Rentenlücke genau kennen. Gerade für heute junge Menschen ist es gar nicht so einfach, den Geldbedarf im Rentenalter zu beziffern. Hier ist es daher gar nicht so einfach, eine geeignete Altersvorsorge zu finden. Die Rente ist noch einige Jahrzehnte weit weg und so mancher macht sich daher auch keine Gedanken an seine eigene Rente. Gerade bei diesem heiklen Thema sollten man sich aber gerade in jungen Jahren schon ausreichend Gedanken über die Rente machen und entsprechend für das Alter vorsorgen. Nur so kann man die eigene Rentenlücke zukünftig schließen.

Wie viel Geld braucht es für eine Altersvorsorge?

Das ist für eine optimal geplante Altersvorsorge die wohl wichtigste Frage überhaupt. Auf den ersten Blick scheint diese Frage doch viel zu einfach zu sein. Das ist aber leider hier nicht der Fall. Diese Frage kann man pauschal nicht so leicht beantworten. Es ist alles schon etwas komplizierter. Ein einfacher Kassensturz heute reicht nicht aus, um den eigenen Bedarf im Alter beziffern zu können. Leider vergessen viele daher einen sehr wichtigen Faktor bei der Festlegung des eigenen Bedarfs: Die Inflation. Die Inflation frisst über die ganzen Jahre bis zur eigenen Rente extrem viel Kaufkraft auf. Daher kann man sich in einigen Jahrzehnten vom gleichen Geld wie heute viel weniger kaufen. Daher sollte man die Altersvorsorge so ausrichten, dass man zusammen mit der staatlichen Rente mehr als 80 Prozent des Nettoeinkommens als Rente tatsächlich in der Hand hat. Nur so kann man etwas sicher gehen, dass der gewohnte Lebensstandard nicht zu stark eingeschränkt werden muss.

Eigene Rente und Einnahmequellen prüfen

Als Erstes sollte man hier alle Einnahmequellen sehr genau auflisten und zusammenrechnen, welche einem selber auch noch im Alter zur Verfügung stehen. Dazu kommt noch die zu erwartende Rente. Diesen Betrag kann man aus der Renteninformation entnehmen, welche man regelmäßig durch den Rententräger zugestellt bekommt. Dieser Rentenbescheid bekommt man jährlich per Post zugesendet. Weiterhin darf man nicht vergessen, auch die betriebliche Altersvorsorge mit ein zu beziehen. Hier gehören aber auch Einnahmen aus Erbschaften, Immobilien und Versicherungen dazu. Wenn man nun alles zusammenrechnet, hat man schon einmal einen ersten Überblick über die zu erwartenden Einnahmen im Alter.

Monatliche Ausgaben für die Rente festlegen

Jetzt ist es sehr wichtig, die zu erwartenden Ausgaben im Rentenalter festzulegen. Hier kann es daher sein, das im Alter einige Ausgaben im Vergleich zu heute sogar wegfallen. Da sind zum Beispiel die eigenen Kinder. Diese stehen als Erwachsene hoffentlich dann auf eigenen finanziellen beinen. Hier kann es auch sein, dass das eigene Haus endlich abbezahlt ist und die raten im Rentenalter dann auch wegfallen. Wenn man in Rente ist, braucht man hoffentlich nicht mehr zu arbeiten. Also fallen hier auch die Kosten für die Fahrt zur Arbeit weg. Weiterhin werden wahrscheinlich auch Beiträge für die Lebens- oder Rentenversicherung wegfallen, da die Einzahlzeit abgelaufen ist und man endlich etwas ausbezahlt bekommt. Bei all diesem herunter rechnen darf man aber nicht vergessen, dass auch neue Ausgaben entsehen können. So kann es sein, das man die Enkelkinder in irgendeiner Weise unterstützen möchte. Auch kommt hier nicht hinzu, dass wahrscheinlich die medizinische Versorgung teurer wird im Alter, da man je nach Gesundheitszustand doch öfters zum Arzt gehen muss. Leider fällt im alter auch die sogenannte Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse weg. Daher müssen sich der Partner und die Kinder auch selber versichern, was zu neuen Kosten führt. Wer privat versichert sein sollte, muss hier Prämienentwicklung genau im Auge behalten. In der privaten Krankenversicherung werden daher oft Altersrückstellungen gebildet. Nur so wird erreicht, dass die Beiträge hier im Alter nicht noch weiter steigen.

Zu erwartende Rentenlücke schließen

Wenn man sich jetzt endlich durch die Ganzen Zahlen und Summen gekämpft hat, muss man die Ausgaben von den Einnahmen einfach abziehen. So lässt sich dann die eigene Rentenlücke ermitteln. Gerade in jungen Jahren sollte man daher direkt versuchen, diese Rentenlücke rechtzeitig zu schließen. Je früher man damit anfängt diese Lücke zu schließen, umso günstiger kann es werden. Eine private Rentenversicherung bietet sich daher ganz besonders an. Man sollte es auf keinen Fall auf die lange Bank schieben, da es ansonsten wohl zu spät sein kann und dadurch droht einem selber die Altersarmut.